31.03.2017, 17:04 Uhr

GEMEINSAM.SICHER geht in die nächste Runde

Sicherheitskoordinator Andreas Loibner mit "seinen" Mitstreitern in Sachen Sicherheit. (Foto: LPD NÖ)

Kick-off-Event für die Korneuburger Sicherheitspartner

STADT KORNEUBURG. "Die Polizei war immer schon der Garant für Sicherheit. Leider ist in den letzten Jahren dieses Gefühl bei der Bevölkerung geschwunden", erklärt Andreas Loibner, Polizist und Sicherheitskoordinator für den Bezirk Korneuburg den Antrieb zum großen "GEMEINSAM.SICHER"-Projekt.
Zudem haben Untersuchungen gezeigt: Dort, wo es am sichersten ist, fühlt sich die Bevölkerung am unsichersten. Dieses Empfinden wird noch durch den Wandel der letzten zehn bis 15 Jahre verstärkt. "Die digitale Welt, Globalisierung, Migration und materieller Überfluss führen nicht nur zu Überforderung, sondern auch zu Verunsicherung, will man sich selbst schützen", erklärt Loibner, für den Sicherheit eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" ist. "Wenn wir alle zusammenarbeiten, zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, dann funktioniert’s."


Sicherheitspartner

Partnerschaften in Sachen Sicherheit hat es immer schon gegeben, wie Loibner erklärt, ob mit Schulen oder Gemeinden. "Neu ist nun, dass wir offensiver und intensiver mit diesem Thema an die Öffentlichkeit gehen und durch neu geschaffene Strukturen und Ressourcen mehr Möglichkeiten haben."
So gibt es im Rahmen von "GEMEINSAM.SICHER" nicht nur Sicherheitsbeauftragte in den einzelnen Polizeiinspektionen, sondern auch Sicherheitsgemeinderäte und Sicherheitspartner in der Bevölkerung. Genau für diese wurde nun in Korneuburg zur großen Kick-off-Veranstaltung eingeladen.

Keine "Hilfssheriffs"

"Die Polizei, der Dorfgendarm, soll wieder ein Gesicht bekommen", erklärt Loibner und fügt schmunzelnd hinzu: "Es werden hier keine Hilfssheriffs ernannt, man bekommt auch keine Uniform." Ganz im Gegenteil, die Sicherheitspartner sind fest im gesellschaftlichen Leben verankert, Teil von Organisationen oder Vereinen und sollen als freiwillige Mitstreiter in ihrem eigenen, unmittelbaren Bereich Ansprechpartner und Bindeglied zu Gemeinde und Polizei sein.
"Wir verschicken regelmäßig Newsletter mit Tipps und Informationen. Die Sicherheitspartner fungieren hier als Multiplikatoren." Eines darf man aber nicht vergessen: "Wenn etwas passiert, ist die 133 immer noch der schnellste Weg, um Hilfe zu bekommen", sagt Bezirkspolizeikommandant Siegfried Krische.
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