14.03.2017, 11:40 Uhr

Hochbeet aus Holz: Gärtnern auf Augenhöhe

Gärtnerin mit Leidenschaft: "bio-Garten"-Chefin Doris Kampas weiß, worauf es bei einem Hochbeet aus Holz ankommt. (Foto: Rita Newman)

Bio-Gärtnerin Doris Kampas aus Oberrohrbach verrät Ihnen Tipps und Tricks für’s eigene Hochbeet.

OBERROHRBACH / BEZIRK KORNEUBURG. Hochbeete gibt es aus verschiedensten Materialien: Stein, Metall, Ziegeln, Plastik. Für Agraringenieurin und "bio-Garten"-Chefin Doris Kampas ist das ideale Hochbeet aus Holz. "Holz ist ein natürlicher Baustoff. Es atmet und sorgt so für Luftaustausch und Temperaturausgleich im Beet. Außerdem fügt sich Holz harmonisch in den Garten mit all seinen Pflanzen ein."
Bevor man sich jedoch an die Arbeit macht, sollte man sich den Standort für das Hochbeet gut überlegen. "Es kommt natürlich auf die Bepflanzung an, aber grundsätzlich sollte man einen sonnigen und ebenen Platz im Garten suchen", rät Kampas.

Sammeln für’s Hochbeet


Schon im Vorfeld heißt es zudem "sammeln". Denn das Hochbeet will gefüllt werden. "Natürlich kann man das Füllmaterial kaufen. Aber jeder hat es eigentlich im eigenen Garten und noch dazu gratis." Benötigt werden alle Sorten von Grün-, Strauch- und Staudenschnitt. Auch Grasschnitt und Blätter sind hilfreich. Doch aufgepasst: "Nur keine Thujen verwenden. Die verrotten kaum und versauern zudem alles. Generell gilt, in die Hochbeet-Füllung gehören keine Nadelgehölzer", weiß Kampas.

Der Aufbau


Bevor man das Hochbeet aufbaut, sollte man einen kleinen Graben in der Größe des Beet-Rahmens ausheben, anschließend mit Riesel füllen. "Das feine Schottermaterial schützt das Holz vor der nassen Erde." Ist das Beet aufgebaut, kommt als erstes ein Wühlmausgitter hinein. "Wir bei bio-garten kleiden das Beet dann auch noch mit Noppenfolie ohne Weichmacher aus. Auch hier wird das Holz vor der Erde geschützt. Zudem verhindern die Lufträume, die durch die Noppen entstehen, ein Schwitzen und somit Schimmel", erklärt Doris Kampas.


Die Füllung

So wird das Hochbeet von unten nach oben gefüllt (Angaben für ein Beet mit ca. 84 cm Höhe):
Strauchschnitt (halbvoll befüllen und verdichten)
10 cm Grasziegel, Grasschnitt oder andere Gartenabfälle (Stroh)
10 cm Erde
10-20 cm Laub (keine Nuss)
Grobkompost
gute Erde
Im ersten Jahr setzt sich die Hochbeet-Füllung. Einfach mit Kompost und Erde auffüllen.

Die Bepflanzung


Ist das Hochbeet dann gefüllt, geht es an die Bepflanzung. "Im warmen Mikroklima des Hochbeetes werden viele Nährstoffe freigesetzt. Darum ist es wichtig, in ein frisches Beet keinen Salat einzusetzen", rät Kampas. Denn auf Grund des hohen Nährstoffgehaltes kommt es im Salat zu erhöhter Nitratbildung. "Setzt man jedoch sogenannte Starkzehrer, wie Gurke, Paprika oder Brokkoli zum Salat, nehmen diese die Nährstoffe auf und der Salat kann ohne Bedenken verspeist werden."
Das Beet immer im Frühling bepflanzen. Im Herbst kommen die Pflanzen raus, das Hochbeet wird mit Laub und Grasschnitt abgedeckt. "Im nächsten Frühling dann mit guter Erde und Kompost auffüllen."

Auf die Pflege kommt es an


Wer sein Hochbeet gut pflegt und sich immer darum kümmert, der hat lange Freude daran. "Dann ist es auch überhaupt nicht notwendig, das Beet jedes Jahr komplett auszuräumen. Einfach oben mit Kompost und guter Erde auffüllen, mehr ist nicht notwendig", rät die Bio-Gärtnerin abschließend.

GEWINNSPIEL


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