14.03.2017, 10:04 Uhr

Liebe für Tiere, die keiner mehr will

Groß war die Freude bei den Vierbeinern, als Tanija Alberndorfer die mitgebrachten Leckerlis verteilte. (Foto: Tierschutzbund Austria)

Der Tierschutzbund Austria verhilft Straßenhunden aus Süd- und Osteuropa zu einem neuen Zuhause.

STOCKERAU. Tanija Alberndorfer und Harald Nikodemus haben sich der Rettung von Straßenhunden aus Süd- und Osteuropa verschrieben. Seit mittlerweile zwölf Jahren engagieren sie sich etwa in Bosnien, Kroatien und Ungarn, haben auch schon Hunde aus Tötungsstationen gerettet. Im Februar 2016 haben die beiden Stockerauer den Verein "Tierschutzbund Austria" gegründet und versuchen seitdem mit Hilfe von Kooperationspartnern, wie etwa dem Hausleitner Tierarzt Norbert Groer oder der VetMed Uni Wien, liebevolle Zuhause in Österreich für die Straßenhunde zu finden.

Über 15 Hunde vermittelt


"Das Leben eines Tieres ist in vielen Ländern in Ost- und Südeuropa nichts wert. Irgendwie ist das ja auch nachvollziehbar, da in den meisten dieser Länder die Menschen selbst meist zu wenig haben, um zu überleben", erklärt Nikodemus. Mittlerweile hat er mit Tanija Alberndorfer schon über 15 Hunde nach Österreich geholt und zu neuen Besitzern vermittelt. "Alle Hunde werden natürlich vor Ort untersucht, denn ohne amtstierärztliches Zeugnis darf man die Tiere nicht über die Grenze mitnehmen."

Tierpension in Bosnien


Um den Hunden bereits direkt in Bosnien helfen zu können, hat der Tierschutzbund Austria in Tuzla eine eigene Tierpension gegründet. Diese war auch erster Anlaufpunkt, als Harald Nikodemus und Tanija Alberndorfer Anfang Februar zu einer sechstägigen "Rettungsmission" aufbrachen.
"Wir kamen dort mit einer Riesenportion Liebe, Futter, Hundehütten und Spielzeug für unsere, auf die Vermittlung nach Österreich wartenden Hunde an." Der Weg führte die Stockerauer anschließend nach Praca, wo Hunde nach erfolgter tierärztlicher Untersuchung in die Tierpension gebracht werden sollten. Weil der dort ansässige Tierarzt die Hunderetter jedoch im Stich ließ und so kein Nachweis über die erfolgten Impfungen eines Hundes abgeholt werden konnte, besuchte man kurzer Hand das Tierasyl Praca. "Diesem konnten wir, dank Sachspenden, 350 kg Trockenfutter, Decken und Spielzeug zukommen lassen", erzählt Nikodemus.
Der fünfte Tag der Bosnienreise hatte es in sich: Fünf verschiedene Tierärzte mussten besucht werden, um die notwendigen Zeugnisse für die Hunde zu erhalten. Nebenbei half man noch im Tierasyl beim Saubermachen, Füttern und auch bei Schweißarbeiten. Sowohl mit den Kräften, als auch finanziellen Mitteln am Ende, machten sich Nikodemus und Alberndorfer nach sechs Tagen in Bosnien wieder auf den Weg nach Hause.
Die Bilanz der Reise: Drei Tiere konnten aus dem Tierasyl Praca geholt werden. Zwei Hunde wurden in der Tierpension in Tuzla untergebracht, einer durfte mit nach Stockerau. Und die große Freude: Hund "Hansi" durfte aus der Tierpension seine Reise nach Österreich antreten – für ihn wurde schon ein neues Zuhause gefunden.

Wer den Tierschutzbund Austria unterstützen will:
Konto Tierschutzbund Austria
IBAN: AT17 1200 0100 1642 5604
BIC: BKAUATWW

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