10.11.2016, 14:42 Uhr

Sensationsfund: Korneuburg von oben

Besonders: Schon damals verband eine schwimmende Brücke Korneuburg und Klosterneuburg – zudem wurde Wien, durch die Umrandung mit der Donau – als uneinnehmbar dargestellt. (Foto: privat)

Landkarte mit der ältesten Vogelperspektive Korneuburgs entdeckt

STADT KORNEUBURG / BEZIRK KORNEUBURG. "Es ist die Blaue Mauritius der Kartografie", ist Sefaan Missinne, leidenschaftlicher Globen- und Kartensammler begeistert. Denn ein Kupferstich aus der Renaissance-Zeit ist nach Korneuburg zurückgekehrt, der die älteste Darstellung Korneuburgs in Vogelperspektive zeigt. Doch das ist noch nicht das einzig Besondere an dieser Karte. "Sie ist zugleich die älteste bestehende, teilkolorierte, kartografische Darstellung einiger Kernländer der Donaumonarchie Österreich-Ungarn, wie Niederösterreich, und zwar mehr als 300 Jahre vor ihrer Gründung", erklärt Missinne.
Durch Gespräche mit Experten des Instituts für Geschichte an der Uni Wien, konnte Missinne nicht nur die Echtheit des Kupferstichs feststellen und ihn zeitlich einordnen, sondern fand auch noch heraus, das eine derartige Karte nicht einmal in der Nationalbibliothek vorhanden ist. Zudem weiß man nun, dass die italienische Karte mit dem Titel "AVSTRIA e VNGARIA" dem Lafreri-Typus entspricht, Antonio Lafreri lebte von 1512 bis 1577, und von Venetianer Fernando Bertelli (1525 - 1580) graviert wurde.
Die einzigartige Karte soll demnächst auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
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