25.10.2016, 22:59 Uhr

Stockerauer Wirtschaft durch eine neue Form der „Parkraumbewirtschaftung“ belebt

Seit 2015 frisst sich der Würstelstand Schritt für Schritt in die Parklandschaft
Stockerau: Bahnhofspark |

Statt einen vor Jahren gefällten Baum im Bahnhofspark endlich nachzupflanzen wird Grünfläche rücksichtslos versiegelt, verhüttelt und kommerzialisiert

Ein offenbar dynamischer Unternehmer hat sich in Stockerau seinen Angaben zufolge die Rechte gesichert, im sogenannten Bahnhofspark einen Würstelstand betreiben zu dürfen. Dort war auch viele Jahre vorher schon ein Würstelstand. Aus dem Würstelstand wurde unter dem neuen Eigentümer oder Pächter ein größerer Würstelstand, ein privater Parkplatz kam dazu und dann noch ein zweiter. Sitzgelegenheiten wurden geschaffen und zuerst durch einen Gastronomieschirme vor Regen geschützt und dann zusätzlich noch durch eine feste, Unterkunft erweitert, die auch im Winter beheizt ist. Weitere Tische und ein weiterer Gastronomieschirm wurden aufgestellt und über den Gehweg verteilt und mehr und mehr in den Park verlagert. Dort wo einst ein mächtiger Baum die Parklandschaft bereichert hat, befindet sich jetzt eine ständig sich erweiternde Gastrolandschaft.
Ist einmal in Stockerau etwas in Richtung Wirtschaftsbelebung im innenstadtnahen Bereich wahrnehmbar, gelten offenbar keinerlei Regeln und Rücksichten mehr. Kann dieser mutwillig zerstörte Grünraum, dieser Schandfleck Ausdruck einer missverstandenen Standortpolitik sein, fällt das unter ökologische Raumnutzung, unter vorausschauende Flächenwidmung oder hat die Stadtverwaltung das Thema „Parkraumbewirtschaftung“ falsch verstanden?
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