02.02.2018, 13:14 Uhr

Von der Wasserrettung zur Künstlergilde

Fritzi Seidl sucht nicht nur die Aussteller für den Mittelalterlichen Adventmarkt aus, sie schneidert auch die Kostüme.

Fritzi Seidl ist unsere nächste Anwärterin auf die "Helfende Fee" Korneuburgs.

STADT KORNEUBURG. "Ich lebe in Korneuburg und will, dass sich was tut. Und wenn ich von einer Sache überzeugt bin, dann arbeite ich auch dafür", erzählt Fritzi Seidl, die auf ein Leben voller ehrenamtlicher Arbeit zurückblicken kann. "Wenn jeder Handgriff bezahlt werden muss, dann entsteht nichts mehr."

Gründung Korneuburger Wasserrettung

Und das freiwillige Ehrenamt begann bereits im Jahr 1988, als Fritzi Seidl den Abschnitt der Korneuburger Wasserrettung gründete. Fast 30 Jahre lang hat sie ihn geführt, den Lehrschein fürs Rettungsschwimmen absolviert, daraufhin viele Rettungsschwimmer ausgebildet. "Wir hatten damals auch eine Jugendgruppe und eine Wettkampfgruppe", erzählt Seidl. Erst vor ein paar Jahren hat sie, aus Altersgründen, mit dem Ehrenamt aufgehört.
Warum sie sich so viele Jahre dem Rettungsschwimmen verschrieben hat? "Ich wäre selbst einmal fast in der Donau ertrunken. Und da ist mir bewusst geworden, wäre das einem anderen passiert, dann hätte ich nicht helfen können."

Eine Bürgerin, die sich beteiligt

Seit einigen Jahren ist Fritzi Seidl auch aus der Gruppe zahlreich Engagierter im Rahmen der Korneuburger Bürgerbeteiligung nicht mehr wegzudenken. Gemeinsam mit ihrem Mann Edi Seidl hat sie vor sechs Jahren die Idee für den Mittelalterlichen Adventmarkt geboren und ist seitdem für die Auswahl der Aussteller zuständig. "Mir liegt das Handwerk sehr am Herzen, daher versuche ich immer, regionales Handwerk für den Markt zu gewinnen. Handelsware aus China kommt mir da nicht hinein."

Die Korneuburger Künstlergilde

Und weil sich Fritzi Seidl dem Handwerk verschrieben hat – vor kurzem erst hat sie Drexelbank erstanden – hat sie die "Avicula Colorata", eine Künstlergilde in Korneuburg ins Leben gerufen. Das "bunte Vögelchen", das auch als Logo fungiert, soll die Vielfalt und Freiheit des Handwerks im künstlerischen Bereich widerspiegeln.
Fritzi Seidl lächelt verschmitzt und sagt zum Abschluss: "Mittlerweile nehme ich mir einfach die Freiheit, zu machen, was ich will."
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