09.10.2017, 00:00 Uhr

Vor 100 Jahren – 12. Oktober 1917

Vor 100 Jahren schrieb die Wochen-Zeitung für das Viertel unter dem Manhartsberge:

"Temperatursturz. Auf den heißen Sommertag des 5. Oktober folgte mit plötzlichem Umschwunge ein kalter Herbsttag. Kalt insoferne, als ein eisiger Nordwestwind wehte, der bis ins Mark schnitt. Wie lange wird es noch dauern und die kalte Jahreszeit bricht mit voller Wucht herein. Der vierte Kriegswinter bricht an! Die Kohlenversorgung ist trotz der in den Vorjahren genommenen Erfahrungen noch immer nicht geregelt. Wahrscheinlich erfolgt sie erst, wenn der Winter vorbei ist. Wir sind es schon gewöhnt. Immer alles zu spät!"

"Feueralarm. Am Nachmittage des 5. Oktober geriet in dem Wiedermann’schen Hause, Korneuburg, Eisenbahngasse Nr. 14, ein Gefäß mit Teer in Brand. Nachbarn unterdrückten mit Sand und Asche die Flamme, die bei dem Umstande als sich Holzbauten und Schindel gedeckte Häuser in der Nähe befinden leicht sehr gefährlich hätte werden können. Die rasch erschienene Feuerwehr fand keinen Anlaß zum Einschreiten mehr. Der entstandene Schaden ist unbedeutend."

"Die Kartoffelquote für den Winter. Dem Ernährungsamte ist es nunmehr angeblich gelungen, den Erdäpfelbedarf für Wien und Niederösterreich sicherzustellen. Die Kopfquote beträgt 100 kg. Also, wenn nicht Außergewöhnliches wieder eintritt, drüfte es mit den Kartoffeln im heurigen Winter zur Not angehen. (Wenns nur wahr ist?)"
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