12.02.2018, 00:00 Uhr

Vor 100 Jahren – 15. Februar 1918

Die Bezirksblätter stöberten im Zeitungsarchiv des Museumsvereins Korneuburg.

Vor 100 Jahren schrieb die Wochen-Zeitung für das Viertel unter dem Manhartsberge:

"Finstere Nächte. Der Not gehorchend, muß die öffentliche Beleuchtung auf das unumgängliche Maß eingeschränkt werden. Das Firmament umwölbt so herrscht nach 10 Uhr abends oft egyptische Finsternis in unserer Stadt. Wer gezwungen ist zu solcher Zeit die Straße zu betreten, der sieht nicht einen Schritt weit und weiß nicht, wohin er tritt. Bald hat man das Gefühl, in ein großes Loch zu treten, bald steht man wieder auf einem Schneebergerl zu oberst drauf. Ohne Handlaterne riskiert man die jetzt vom Fleisch zwar längst freien, aber deswegen nicht minder kostbaren Knochen. Wenn es weiter so glimpflich abläuft wie bisher, muß man – es bleibt nicht anderes übrig, sich ins Unvermeidliche schicken. Kritisch könnte es allerdings beim Eintritte eines Elemtarereignisses, wie beispielsweise beim Ausbruch eines Brandes werden. Für solche Fälle müßte wohl vorgesehen sein, daß sofort Gas zugeleitet wird und die Laternen entzündet werden. Die allgemeine Verwirrung wäre ansonsten nicht so ohne."
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