26.05.2017, 19:01 Uhr

"Lernt’s was, dann könnt’s irgendwann sogar Minister werden"

Bürgermeister Thomas Seifert, Bezirksvorsitzender Martin Peterl, Minister Alois Stöger und Landesvorsitzender Franz Schnabl mit Mitarbeitern und Geschäftsführung des Waffeleisen-Anlagenherstellers Haas. (Foto: privat)

Minister Alois Stöger auf Stippvisite im Bezirk Korneuburg

BEZIRK KORNEUBURG. Themen wie Lehrlingsausbildung, die sozialen und arbeitsrechtlichen Standards, aber auch durch politische Turbulenzen ausgelöste Exportprobleme und der Wunsch der Betriebe nach flexibleren Arbeitszeitregelungen waren Themen bei den Betriebsbesuchen von Arbeits-, Sozial- und Konsumentenschutz-Minister Alois Stöger im Bezirk Korneuburg. Begleitet wurde der Minister von Bezirksvorsitzendem Martin Peterl.
Dass auch er seine berufliche Laufbahn als Maschinenschlosser-Lehrling begonnen hatte, erzählte Stöger den Jugendlichen im bfi Korneuburg, die dort eine überbetriebliche Ausbildung genießen, um mit einem hohen Maß an Können und Wissen letztlich an Betriebe weitervermittelt werden können. "Lernt’s was, dann könnt’s irgendwann sogar Minister werden", gab Stöger den Jugendlichen mit auf den Weg.

Über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus

Bei der Niederlassung des Weltkonzerns mondi, bei dem in Korneuburg von 220 Mitarbeitern hochwertige Verpackungen für Fertig-Lebensmittel und Tiernahrung hergestellt werden, berichteten Firmenleitung und Betriebsrat dem Minister unisono von den hohen sozialen, arbeitsrechtlichen und gesundheitlichen Grundlagen des Unternehmens, die weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus gehen. "Es freut mich, das zu hören, denn die Wirtschaftskammer meint sonst immer, dass man sich noch höhere Standards nicht leisten könne und dadurch einen Wettbewerbsnachteil erleiden würde", sagte Minister Stöger. Bei mondi ist man der Meinung, dass gute Arbeitsbedingungen auch gute Mitarbeiterleistungen zur Folge haben, wovon letztlich ein Betrieb nur profitieren kann.

Besuch bei den Waffeln

Zum Abschluss stieß auch der neues SPÖ-Landesvorsitzende Franz Schnabl dazu und gemeinsam ging es zur Firma Haas ins benachbarte Leobendorf, wo Waffel- und Keksmaschinen praktisch für die ganze Welt produziert werden. Die Anlagen gehen hauptsächlich in den Export – von Brasilien bis Asien, wobei die Firmenleitung einen 20-prozentigen Umsatzeinbruch durch die Russland-Krise beklagte. "Wenn sich Politiker mit Attacken auf andere Länder profilieren wollen, sollten sie auch an die Folgen für die heimische Wirtschaft denken", meinte Minister Stöger wohl in Richtung Außenministerium. Erfreut war er, dass die Firma Haas am Standort Leobendorf jährlich acht bis zehn Lehrlinge aufnimmt.
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