09.10.2017, 17:52 Uhr

Peter F. Mayer, Kandidat der Liste Pilz im Bezirk Korneuburg: KMU statt Post-Zentrum

Als Kandidat der Liste PILZ in Niederösterreich und im Wahlkreis Weinviertel trete ich gegen das Post-Verteilzentrum beim Kraftwerk Korneuburg ein. Statt dessen sollen KMU gefördert werden.

Der Bezirk Korneuburg hat ein Aufreger-Thema, nämlich das von der Post geplante Paket-Verteilzentrum am Gelände des Kraftwerks Korneuburg. Dagegen kämpft eine Bürgerinitiative, als einzige wahlwerbende Gruppe sprechen wir von der Liste Pilz uns dagegen aus. Ich arbeite in der BI aktiv mit, schon lange bevor es die Liste Pilz überhaupt gab, und kandidiere nun auf der Landesliste und im Wahlkreis.

Es ist nötig sich einmal Gedanken darüber zu machen, was in der Region Korneuburg wirtschaftspolitisch und damit auch bei der Raumordnung geschehen soll. Wollen wir Großprojekte, bei denen entweder nur mehr ganz wenige Menschen arbeiten oder sogar nur mehr Roboter? Wie ich in diesem Artikel zeige, hat die derzeit laufende Umplanung der Post wahrscheinlich das Ziel ein komplett autonom arbeitendes, menschenleeres Verteilzentrum zwischen die Wohngebiete von Korneuburg und Bisamberg zu stellen.

Für die Region bedeutet das noch mehr Verkehr, Lärm, Feinstaub und andere Belastungen, da der voll automatisierte Betrieb ja wesentlich leistungsfähiger ist. Und für Langenzersdorf bedeutet es eine Reduktion der erhofften Einnahmen aus der Kommunalsteuer. Eine echte Lose-Lose Situation.

Wir brauchen Arbeitsplätze statt Verkehr

Gibt es Alternativen? Selbstverständlich! Das Rückgrat von Österreichs Wirtschaft sind die KMUs. die kleinen und mittleren Unternehmen. Sie beschäftigen vorwiegend Leute aus der Region und zahlen in der Regel auch hier ihre Steuern, ganz im Gegensatz zu Großkonzernen, die ihre Steuerheimat in Länder mit den niedrigsten Steuersätzen verlegen.

Absolut verträglich wäre die Nutzung des Geländes als Technologiezentrum oder einfach generell für die Ansiedlung von KMUs. Das wäre wegen der zu erwartenden höheren Zahl von Beschäftigten, die wegen höherer Qualifikation auch höhere Gehälter erhalten, eine Win-Win Situation, sowohl für die Gemeinde Langenzersdorf als auch die gesamte Region. Das sieht der Gemeinderat von Langenzersdorf leider anders, alle Parteien (ÖVP; Grüne, SPÖ und FPÖ) haben für das Mega-Projekt gestimmt.

Fördermaßnahmen für KMU

Eine fundamentale Voraussetzung für prosperierende Unternehmen ist mittlerweile eine flächendeckende Versorgung mit Breitband Internet. Ich trete dafür ein die Breitband-Infrastruktur in der Region auszubauen und die dafür nötige Finanzierung bereitzustellen.

Weiter geht es darum lokale Arbeitsplätze durch eine Förderung von KMUs auf mehreren Ebenen zu schaffen. Mittel dazu sind spezielle Weiterbildungsangebote und Förderungen für ländliche und klassische KMUs – etwa durch Lohnnebenkostenbefreiung für Digitalisierungsmitarbeiter; regionale Innovationsräume schaffen mit dem Ausbau und Förderungen von Experimentierräumen wie z.B. Otelo; Kooperative Web Plattformen zur regionalen Kooperation zwischen Sektoren; Digitale Hotspots als regionale Support Zentren bzw Cluster (in Kooperation mit FHs, Schulen und Firmen) einrichten.

Weiter gilt es intelligente Mobilität zu fördern mit der Entwicklung flexibler, intelligenter, vornehmlich öffentlicher Verkehrsangebote. Lokale Arbeitsplätze in KMUs reduzieren den Verkehr, verkürzen Arbeitswege und erhöhen damit die Lebensqualität. Weinbau und generell Landwirtschaft müssen ihren traditionellen Platz behalten.

Nein zum PVZ Langenzersdorf

Die Liste Pilz ist die einzige unter den für das Parlament kandidierenden Gruppierungen, die sich auf allen Ebenen, inklusive Peter Pilz selbst, für die Forderungen der Bürgerinitiative einsetzt. In Langenzersdorf haben alle Parteien - ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne - immer wieder dafür gestimmt, zuletzt bei einer Gemeinderatssitzung am 25. September.

Als Kandidat der Liste Pilz in NÖ und im Wahlkreis Weinviertel bitte ich daher um Ihre Vorzugsstimme.
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