15.01.2018, 12:54 Uhr

Priorität: Wohnen & Verkehr

Franz Schnabl mit den Weinviertel-Spitzenkandidaten Christian Nikodym, Richard Pregler, Karin Renner und Martin Peterl.

Franz Schnabl präsentierte in Korneuburg die Weinviertel-Spitzenkandidaten der SPÖ Niederösterreich.

STADT KORNEUBURG / WEINVIERTEL. "Es wird mit Sicherheit Verluste für die ÖVP geben", ist SPÖ-NÖ Spitzenkandidat Franz Schnabl sicher. "Das zeigen alle Umfragen, die ÖVP ist weit von den 50 Prozent entfernt." Schnabl geht sogar so weit, von einem "Wahlkrimi" zu sprechen: Schaffen es die Grünen erneut und die NEOS erstmals in den Landtag? "Wenn dem nicht so wäre, dann würden der ÖVP 46 Prozent für die Absolute genügen, das darf nicht sein."

Leistbares Wohnen

Dafür setzt sich Korneuburgs Spitzenkandidat Martin Peterl ein. "Wir haben ein Bevölkerungswachstum von 8,1 Prozent, das merkt man auch am Wohnungsmarkt." Leistbarer Wohnraum sei das A und O, den man durch niedrige Errichtungskosten und Baurechtsgrundstücke für Genossenschaften gewährleisten müsse. "Im Bezirk Korneuburg ist es leider so, dass der Wohnbau nicht auf unsere Bevölkerung abzielt, sondern auf finanzkräftige Investoren."

"Leute in die Öffis"

Der Ausbau der Nordautobahn sei durchaus begrüßenswert, man müsse jedoch die Leute in die Öffis bringen, ist Gänserndorfs Spitzenkandidatin Karin Renner überzeugt. "In dieser Hinsicht war das Land bisher säumig. Die Bundesstraßen, etwa im Bereich Deutsch-Wagram, wird jeden Tag zweimal zum Parkplatz. Das Um und Auf ist eine verlässliche Verkehrssituation."

Problem Abwanderung

Mistelbach ist ein Pendlerbezirk, weiß Spitzenkandidat Christian Nikodym. "Das große Problem bei uns ist die Taktung von Zügen und Autobussen, die muss unbedingt besser werden. Wenn man etwa von Laa nach Wien eineinhalb Stunden in die Arbeit braucht, dann ist die Abwanderung eigentlich schon vorprogrammiert."

Die Hälfte pendelt

Für vernünftige Verkehrsanbindungen auf Straße und Schiene will sich auch Hollabrunner Richard Pregler einsetzen. "Die Hälfte aller Arbeitnehmer in Hollabrunn muss pendeln, 50 Prozent davon nach Wien." Auch mit den Ausbau der S3 ist er nicht sehr zufrieden. "Das darf keine '2+1 Lösung' sein. Beim neuen Teilstück hätte man an die Zukunft denken müssen. Bei einem Unfall steht einfach alles."
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