05.01.2018, 16:05 Uhr

2017: Positive Arbeitsmarkt-Bilanz

(Foto: pixabay)

Bezirk Korneuburg: Trendwende am Arbeitsmarkt gelungen, strukturelle Probleme bleiben.

BEZIRK KORNEUBURG. "Anfangs zögerlich, gegen Jahresende aber doch konstant ist das Wirtschaftswachstum auch im Bezirk Korneuburg angekommen. Ab der zweiten Jahreshälfte steigen die Beschäftigten- und sinken die Arbeitslosenzahlen", so die erfreuliche Bilanz von AMS Korneuburg-Geschäftsstellenleiter Manfred Nowak zum abgelaufenen Arbeitsmarktjahr 2017.
Steigende Nachfrage an Arbeitskräften führte zu mehr Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit und zu einem Plus bei den Stellenbesetzungen. Trotz der erfreulichen Trendwende, die am NÖ Arbeitsmarkt 2017 gelungen ist, gibt es aber weiterhin strukturelle Probleme: Personen der Generation 50+, oder jene mit gesundheitlichen Einschränkungen, laufen weiterhin Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden beziehungsweise zu bleiben. Etwa jeder fünfte AMS-Kunde wird bereits ein Jahr und länger vom AMS in Korneuburg betreut.

Bezirk: Der Arbeitsmarkt 2017 in Zahlen

Bis Jahresende 2017 haben die Unternehmen dem AMS Korneuburg rund 4.300 freie Stellen und Lehrstellen gemeldet. Gegenüber 2016 ist das ein Plus von knapp 15 Prozent. Gleichzeitig wurden 2.995 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt – ein Plus von rund 12 Prozent im Vergleich zu 2016
Es ist 2017 auch deutlich mehr Vorgemerkten gelungen, ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme zu beenden. Rund 4.000 ehemalige, arbeitslose Kunden haben wieder einen Arbeitsplatz gefunden, um fast 600 mehr als im Vorjahr.

"Wir konnten 2017 Jobsuchenden ein deutlich umfassenderes Vermittlungsangebot machen als in den Jahren davor. Wer sich um eine zumutbare Stelle nicht beworben oder ein passendes Schulungsangebot nicht angenommen hat, musste daher mit Konsequenzen rechnen, nämlich der befristeten Sperre finanzieller Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz", macht Nowak deutlich. Rund 200 Personen hat das AMS Korneuburg 2017 das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe gesperrt.

Kein Rückgang bei Langzeitarbeitslosen

Weiterhin im Fokus der Arbeitsmarktpolitik steht das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit. Diese betrifft vor allem Personen der Generation 50+ sowie jene, die wegen gesundheitlicher Probleme nur schwer wieder einen neuen Arbeitsplatz finden.

Fast jeder fünfte Kunde (19,1 Prozent) in Korneuburg wurde bereits ein Jahr oder länger betreut. Gegenüber 2016 ist ihre Zahl um 20 Prozent auf rund 530 gestiegen.
Obwohl es 2017 mehr Jobsuchenden, die 50 Jahre oder älter sind, gelungen ist, wieder eine Arbeit zu finden, steigt die Zahl der arbeitslosen "Golden Ager" weiter an. Das AMS Korneuburg verzeichnet in dieser Personengruppe rund 830 Arbeitsaufnahmen, um 42 Prozent mehr als im Jahr 2016. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Arbeitslosen ab 50 jahresdurchschnittlich um 8,8 Prozent auf 1.047 an.

Etwa 640 Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen waren 2017 arbeitslos, gegenüber 2016 ein Plus von 33,6 Prozent (+162 Personen).
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