17.04.2018, 00:00 Uhr

Die Holzbau-Wirtschaft im Bezirk Korneuburg

Holzbau-Meister David Willinger ist Bezirksinnungsmeister des Holzbau-Gewerbes im Bezirk Korneuburg.

Ein Holzbau-Meister ist ein wahrer Allrounder: Vom Lattenzuschnitt bis zum ganzen Haus – einfach genial.

BEZIRK KORNEUBURG | KÖNIGSBRUNN. 15 Holzbaubetriebe gibt es im Bezirk Korneuburg – vom Ein-Mann-Unternehmen bis zur 20-Mitarbeiter-starken Firma, wie der von Bezirksinnungsmeister David Willinger in Königsbrunn.
"Der Holzbau ist ein aufstrebendes Gewerbe und das liegt nicht nur daran, dass Holz als Baustoff mittlerweile immer interessanter und beliebter wird." Denn Automatisierungen, wie es sie in vielen Bereichen der Wirtschaft bereits gibt, die nur einen Zweck haben, nämlich Arbeitskräfte einzusparen, gäbe es beim Holzbau nicht. "Es ist ein Handwerk, das Menschen braucht. Umso schlimmer ist es, dass es nach wie vor einen massiven Nachwuchsmangel gibt. Ich hatte heuer zum Beispiel keinerlei Anfragen von angehenden Lehrlingen", bedauert David Willinger sehr.

Ein Allrounder

Angefangen beim Holzzuschnitt bis hin zum Bauen ganzer Häuser – die Einsatzbereiche der Zimmerer sind vielfältig. "Ein Holzbau-Meister ist zur Planung, Berechnung und Leitung von Holzkonstruktionen befugt", erklärt der Bezirksinnungsmeister.

"Holz kann schon was"

Davon ist David Willinger überzeugt. Und "Dank der Holzforschung (HFA) in Stetten wird der Einsatz von Holz immer vielfältiger". Mittlerweile werden ganze Hochhäuser aus Holz gebaut, Aufstocken ist einfacher, weil Holz einfach leichter ist, als Ziegel oder Beton.
Der Anteil des Holzbaus beim Wohnbau steigt jährlich, liegt mittlerweile bei etwa 20 Prozent.

Die Ausbildung

Nach drei Jahren ist man Facharbeiter, ein sogenannter Zimmerer-Geselle. Mittlerweile gibt es den neuen Lehrberuf des Zimmereitechnikers, der ein weiteres Jahr in Anspruch nimmt. Hat man das 18. Lebensjahr erreicht, kann man zur Meisterprüfung antreten.

Zur Sache: Als Bezirksinnungsmeister des Holzbau-Gewerbes im Bezirk Korneuburg ist David Willinger für die Information, Standesvertretung und Betreuung der rund 15 Mitgliedsbetriebe zuständig. Auch der Bereich der außergerichtlichen Streitschlichtung in der Unternehmer-Kunden-Beziehung wird einen der kommenden Aufgabenbereiche des Bezirksinnungsmeisters darstellen.
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