Dr. Christine Saahs, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde
Der Umgang mit ansteckenden Krankheitserregern

Die Kremser Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Dr. Christine Saahs, informiert über Covid-19.
  • Die Kremser Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Dr. Christine Saahs, informiert über Covid-19.
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  • hochgeladen von Doris Necker

KREMS. Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde Christine Saahs informiert die Bezirksblätterleserinnen  über den Coronavirus und gibt Tipps für das richtige Verhalten:

Gesund zu bleiben ist eine tägliche Herausforderung vom menschlichen Organismus und erfordert eine ständige Aktivität unseres Immunsystems. Wie gut die eigene innere Abwehr ist hängt mit vielen Faktoren zusammen. Viele Krankheitserreger sind immer in der Gegend anwesend und der Mensch lernt damit umzugehen, vorausgesetzt das Immunsystem schafft es sich abzugrenzen und den Organismus gesund zu erhalten.

Neue Erreger stellen immer ein größeres Risiko dar zu erkranken, da noch nicht genügend Abwehrstoffe gebildet werden konnten. Dies gilt bei Reisen in ferne Länder, bei Viren (und Bakterien) die sich verändern und vor allem auch bei neuen Stämmen. Der Grippevirus ist seit vielen Jahren in Europa weit verbreitet, verändert jedoch jährlich seine Stämme. Die echte Grippe ist laut der Fachärztin insbesondere in der Winterzeit sehr weit verbreitet. Die Gefährlichkeit hängt von der eigenen Immunkraft ab.

Ansteckungsgefahr ist höher

Ähnlich ist es mit dem neuen Coronavirus Covid-2019. Dieses wurde erst im Dezember 2019 entdeckt und weist ein etwas höheres Ansteckungsrisiko als die Grippeviren auf (im Vergleich jedoch geringer als bei Keuchhusten oder Windpocken). Diese Viren werden vor allem über Tröpfcheninfektion verbreitet und über die Schleimhäute in Mund, Nase und Augen aufgenommen. Das Ansteckungsrisiko steigt, wenn man circa 15 Minuten mit einem Erkrankten im gleichen Raum war.

Die Bandbreite der Erkrankungssymptome ist sehr vielfältig. Häufig treten grippeähnliche Erscheinungen der oberen Luftwege auf, mit Fieber, Husten und Schnupfen. Es kann jedoch auch zu Lungenentzündungen und sehr schweren Atemwegserkrankungen kommen. Ältere, kranke und immungeschwächte Menschen haben schwerere Verläufe. Kinder sind deutlich seltener betroffen.
Die Therapiemöglichkeiten bei diesen viralen Erkrankungen beschränken sich auf eine symptomatische Therapie, die in der anthroposophischen Medizin im Vergleich zur Schulmedizin ein breites Spektrum beinhaltet.

Cave!!! Die echte Grippe wie auch die Erkrankung durch das Corona Virus werden durch Viren ausgelöst. Die Gabe eines Antibiotikums bei rein viralen Erkrankungen schwächt den Organismus und das Immunsystem, auch über einen längeren Zeitraum hinaus. Dies sollte daher unbedingt vermieden werden, um nicht das Komplikationsrisiko unnötig zu erhöhen.
Bei Unklarheit ob es viraler oder bakterieller Infekt ist, ist eine Blutuntersuchung sinnvoll.

Das Fieber benötigt der Körper zur Abwehr der Erreger – es ist bereits der Heilungsversuch.
Fiebersenkung kann zu schwerwiegenden Verläufen führen und die Erkrankungsdauer verlängern (bei der echten Grippe nachgewiesener Weise bis zu 3 Tage).

Zur Sache

Infoline Coronavirus: 0800 555 621, Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung
Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.
Weitere Informationen zum Coronavirus unter:
https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus
https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/

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