Landesgericht Krems
Betrunken in die Leitschiene, wer saß am Steuer? Lenker und Beifahrerin verurteilt

Beide Unfallbeteiligten verurteilt.
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  • hochgeladen von Kurt Berger

Im Mai 2020 krachte ein Pkw in Krems-Landersdorf gegen die Leitschiene. Eine 21-Jährige wurde mit der Rettung mit Prellungen ins Spital gebracht. Dort gab die Frau an, Beifahrerin gewesen zu sein. Bei der Polizei sagte sie später aus, sie sei gefahren. Ihr 47-jähriger Begleiter, der beim Geschehen 1,3 Promille hatte, gab bei der Einvernahme zu Protokoll, seinen Wagen gelenkt zu haben. Zwei Zeugen hatten bei der Polizei ausgesagt, der Mann sei auf der Fahrerseite ausgestiegen. Nachdem das Krankenhaus Anzeige erstattet hatte, begegneten sich Lenker und Beifahrerin am Kremser Landesgericht vor dem Richter wieder. Ihr warf die Staatsanwaltschaft falsche Beweisaussage und Begünstigung vor. Ihm Verleumdung, falsche Beweisaussage und fahrlässige Körperverletzung.

Erste Verhandlung vertagt

Bei der ersten Verhandlung kam zur Sprache, dass die beiden beim MERKUR-Markt getrunken hätten. Dort hätte seine Zufallsbekanntschaft mit dem Pkw eine Runde drehen wollen. Sie sei jedoch auf die Straße abgebogen, und dann sei der Unfall passiert. „Ich saß am Beifahrersitz, sagte der 47-Jährige.“ Er habe bei der Polizei falsche Angaben gemacht, um sie zu schützen. Sie habe keinen Führerschein. Die Beschuldigte machte zuerst auch vor dem Richter zwiespältige Aussagen. Einmal wollte sie gefahren sein, dann wieder nicht, dann wieder doch. Zuletzt blieb sie dabei, den Wagen gelenkt zu haben. Die beiden Zeugen erschienen unentschuldigt nicht vor Gericht. Dies veranlasste den Richter eine Ordnungsstrafe von 200 Euro zu verhängen und die Verhandlung zu vertagen.

Beide verurteilt

Nun wurde fortgesetzt. Ein Zeuge erschien diesmal und gab an, er hätte den Mann unmittelbar nach dem Unfall bei der Fahrertür gesehen. Der Richter nahm an, dass die Angaben der Frau im Schock nach dem Unfall im Spital richtig gewesen waren. Dort hatte sie ausgesagt, Beifahrerin gewesen zu sein. Er verurteilte den Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung, falscher Beweisaussage und Verleumdung zu 12 Monaten bedingter Haft. Die einschlägig vorbestrafte Beifahrerin zu drei Monaten unbedingter Haft. Nicht rechtskräftig. -Kurt Berger

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