Bezirk rettet den Nikolaus

BEZIRK. Wintermarkt statt Christkindlmarkt, Lichterlfest statt Martinsfeier. Religiöse Bräuche stehen immer öfter im Zentrum der Kritik. Besonders an Schulen und Kindergärten sorgt das Thema für Aufregung. Wir haben Kindergärten im Bezirk Krems befragt, ob der Nikolaus „Hausverbot“ bekommt oder weiter Geschenke bringen darf.

Die Bezirksblätter fragten im Gföhler Kindergarten bei Leiterin Daniela O'Sullivan nach, ob der Nikolaus denn hier zu den Kindern kommen darf. "In der Stadt Gföhl kommt jedes Jahr der heilige Nikolaus zu Besuch. Unser Pfarrer Thomas Pichler verkleidet sich bei diesem Fest vor den Kindern und verlässt anschließend den Raum. Danach kommt er als heiliger Nikolaus wieder und überreicht jedem Kind ein kleines Geschenk. Während der Feierstunde werden Lieder gesungen und Geschichten vorgelesen und es wird die christliche Legende des heiligen Nikolaus erzählt", verrät die Kindergartenleiterin.

Dieses religiöse Fest ist aber nicht das einzige, das im Gföhler Kindergarten zelebriert wird. Auch das Martinsfest und andere christliche Feste – deren Geschichte werden den Kindern vermittelt. "Beim Martinsfest werden im Kindergarten jedes Jahr Laternen gestaltet. Die ganz Kleinen feiern im Kindergarten, die größeren Kids ziehen am Abend mit ihrer Laterne zur Kirche, um dort dem heiligen Martin und seiner guten Taten zu gedenken", sagt Daniela O'Sullivan.

Schwierigkeiten hat es wegen der christlichen Feste im Kindergarten Gföhl noch nicht gegeben.

Kinder anderer Religionen
"Es leben auch in unserer Stadt Kinder mit anderer Religion, die unsere Einrichtung besuchen. Aber ihre Eltern sind sehr offen, denn ihre Kinder dürfen die Feste sogar mit uns feiern", informiert die Leiterin und ergänzt: "Ich denke, für unsere Kinder ist es wichtig, diese traditionellen, christlichen Feste kennenzulernen."

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