Der Klimawandel bewegt die Stadt

Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, Klima- und Mobilitätsexperten und engagierte Bürgerinnen und Bürger machten sich Gedanken über die Zukunft der Stadt angesichts des Klimawandels.
  • Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, Klima- und Mobilitätsexperten und engagierte Bürgerinnen und Bürger machten sich Gedanken über die Zukunft der Stadt angesichts des Klimawandels.
  • Foto: Stadt Krems
  • hochgeladen von Doris Necker

KREMS. Die Klima- und Energiemodellregion Krems (KEM Krems) und die Radlobby Krems luden in den Ferdinand-Dinstl-Saal, um verschiedenste Aspekte des Klimawandels zu beleuchten. Dass es sich um ein sprichwörtlich „heißes Thema“ handelt, zeigt der große Besucherandrang.

„Der Klimawandel und seine dramatischen Auswirkungen geht uns alle an. Erstens weil wir ihn mitverursachen und andererseits, weil wir Maßnahmen setzen möchten, mit denen wir die Folgen abfedern können“, begrüßte Bürgermeister Dr. Reinhard Resch die BesucherInnen im gut gefüllten Ferdinand-Dinstl-Saal. Über 120 Bürgerinnen und Bürger hatten die Einladung angenommen, um sich zu informieren und sich einzubringen.

Der Sommer 2018 mit Hitzerekorden und außergewöhnlichen Trockenperioden bot einen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwarten wird. Das brachte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik anhand von verschiedenen Berechnungen und Grafiken deutlich zum Ausdruck. Die Zahl der Hitzetage (über 30 Grad) wird in allen Regionen Österreichs drastisch ansteigen und sich gegenüber 2010 bis Ende des Jahrhunderts verdreifachen. Als Hauptursache gilt der CO2-Ausstoß.

Klima- und Energieexperte Mag. Peter Molnar führt als Hauptschuldigen den motorisierten Verkehr ins Treffen, dessen Anteil an Emissionsverursacher sich seit den 1990er Jahren von 36 Prozent auf 72 Prozent verdoppelt hat. „Wir haben nur mehr bis 2030 Zeit, um den Klimawandel einzudämmen, danach sind die Entwicklungen nicht mehr umzukehren“, bringt es der Experte auf den Punkt. Österreich ist als Binnenland von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Es ist also höchste Zeit, gegenzusteuern.

Was kann eine einzelne Stadt bewirken? Unser Mobilitätsverhalten ändern! Darin sind sich die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung einig. In Diskussionen und Kurzreferaten skizzierten die Umweltgemeinderäte StR Albert Kisling und StR Martin Sedelmaier, Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel, Baudirektor DI Reinhard Weitzer, Stadtentwicklerin DI Silvia Schmid, KEM-Manager Christian Braun, DI Bernd Hildebrand (Energie- und Umweltagentur NÖ) und Klaus Otepka von der Radlobby Krems mögliche Strategien und konkrete Maßnahmen gegen den Klimakollaps.

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