Franz V. Dressler: Einer der bedeutendsten Kremser Künstler wäre 100 Jahre alt

Einer der bedeutendsten Kremser Künstler nach 1945, Prof. Franz Vinzenz Dressler, wäre heuer 100 Jahre alt geworden.

Der Kunsthistoriker Dr. Rupert Feuchtmüller schrieb in den 70er-Jahren: „Die Bilder von Franz V. Dressler leben aus dem Licht und der Kraft ihrer reinen ungebrochenen Farben. Sie sind von Erlebnissen inspiriert, die der Künstler auf seinen Wanderungen und Reisen empfängt, niemals aber sind sie streng an ein Motiv gebunden. Sie durchdringen die Realität, gehen über sie hinaus, sie schweben in farbigen Räumen…..Dresslers Bilder weisen unseren Gedanken und Empfindungen den Weg.“

Das außergewöhnliche Talent des 1918 in Krems geborenen Malers wurde zwar schon in der Schule entdeckt, doch musste er aus wirtschaftlichen Gründen vorerst ein Handwerk erlernen, ehe er 1938 zum Arbeitsdienst und dann an die Front einberufen wurde. 1941 in Russland schwer verwundet konnte er dann 1943 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag 4 Semester studieren, ehe er 1945 wieder nach Krems zurückkehrte.

In der Nachkriegszeit trugen Porträts russischer Offiziere zum Überleben ebenso bei wie der Verkauf von gegenständlichen Bildern (Stillleben und Landschaften). Er beherrschte die Kunst der Zeichnung ebenso wie die der Malerei, egal ob Aquarell oder Ölbild. Allerdings wollte er nicht „einer der letzten Wachaumaler“ werden und wandte sich schon bald der Abstraktion zu. Reales löst sich auf, „es entstehen nicht Abbilder der gesehenen Welt, sondern verarbeitete Eindrücke und ins Malerische umgesetzte Erlebnisse. Er wechselt das Malmittel und erzielt mit Kunstharz und Lack mehr Brillanz als mit der Ölfarbe.“ (Dr. Harry Kühnel). Seine Bilder sollen den Gedanken und Empfindungen der Betrachter den Weg weisen und losgelöst vom Vorbild in einem höheren und zugleich tieferen Sinn künstlerisch offenbaren.

Der Künstler galt nicht nur in den 60er bis 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts als „Lokalmatador“ in Krems, dessen Bilder von Kunstliebhabern sehr geschätzt und gern gekauft wurden, sondern wurde als Mitglied der Donau-Wald-Gruppe auch international in vielen Ausstellungen gezeigt.
Die Galerie Kopriva Krems Dominikanerplatz 1 zeigt aus Anlass dieses Jubiläums eine umfangreiche Retrospektive des Künstlers
(19. 9. – 3. 11. 2018, Di - Fr: 10 - 12, 14 - 18 Uhr und Sa: 10 - 16 Uhr)

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