Mit der fliegenden Säge durchs Geäst

Basis einer erfolgreichen Durchführung: Konzentrierte Vorbereitungsarbeiten.
20Bilder
  • Basis einer erfolgreichen Durchführung: Konzentrierte Vorbereitungsarbeiten.
  • hochgeladen von Heinz Riedmüller
Wo: Panholzstraße, Panholzstraße, 3511 Furth bei Göttweig auf Karte anzeigen

Spektakuläres Boden-Luft-Manöver am Fuße von Benediktinerstift Göttweig: Mit Hilfe einer ‚Luftsäge’ werden überhängende Äste und Zweige abgeschnitten. Dabei handelt es sich um eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Versorgungssicherheit in Niederösterreich.

Das 'Helikopter-Luftsäge-System' kommt zum Einsatz, um die Stromleitungen von den Auswucherungen der Bäume freizulegen. Eine Maßnahme, die durchaus auch präventiv zu sehen ist, da sie auch die Beschädigungen an Leitungen und Aufhängungen durch Fallholz oder sogar Eis verhindern soll.  

Das sechs Meter lange Sägesystem ist unter einem Helikopter an bis zu acht Meter langen Alurohren befestigt, die zusammengeschraubt im Verbund auf maximal 60 Meter Länge eingestellt werden können. Durch ein im inneren des Rohres geführtes Steuerkabel lässt sich die Säge aus dem Cockpit bedienen, ein zusätzliches Drahtseil sichert - im Falle eines Rohrbruchs - die Sägevorrichtung.

Der Einsatz der ‚Luftsäge’ kommt in erster Linie in steilem, unwegsamen Gelände zum Einsatz. Also überall dort, wo es nicht nur sehr zeit- und kostenintensiv wäre, die Trassen von Hand freizuschneiden, sondern auch gefährlich. Die Methode ist schnell und günstig. Im Durchschnitt entastet die Helikopter-Säge in einer Stunde den Baumbestand auf einer Länge von zirka 500 Meter. Ein Forstunternehmen mit fünf Arbeitern würde dafür 5 bis 7 Tage manuellen Aufwands benötigen. Ein weiterer, entscheidender Vorteil des Freischneidens per Helikopter ist die minimale Abschaltzeit des Leitungsnetzes. Nach einem Schnitt bedürfen die Trassen für fünf bis zehn Jahre keiner weiteren Ausholzung.
  
Die EVN Netz GmbH errichtet, betreibt und wartet die Strom- und Gas-Netze in weiten Teilen von NÖ und sorgt für die zuverlässige Lieferung an die Endverbraucher. Die Länge des Stromnetzes in NÖ beträgt 51.917 Kilomenter, jene des Gasnetzes 13.626. Die Instandhaltung des Bestandnetzes sowie eine quantitative und qualitative Aufrüstung der Netze bilden die Grundvoraussetzung zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen