Equal Pay Day
Noch immer verdienen Frauen nicht das, was sie verdienen würden

GGRin Barbara Hauswirth (Lengenfeld), GRin Hannelore Rohrhofer, StR Günter Herz, GRin Barbara Kanzler, Bezirksfrauenvorsitzende GRin Gabriele Mayer, GRin Jasmina Brdaninovic, GRin Elfie Kreitner, Dipl.-Päd.in Andrea Bergmaier (langjährige Bezirksfrauenvorsitzende), Vizebgm.in Eva Hollerer, StR Werner Stöberl, StR KR Prof. Helmut Mayer
  • GGRin Barbara Hauswirth (Lengenfeld), GRin Hannelore Rohrhofer, StR Günter Herz, GRin Barbara Kanzler, Bezirksfrauenvorsitzende GRin Gabriele Mayer, GRin Jasmina Brdaninovic, GRin Elfie Kreitner, Dipl.-Päd.in Andrea Bergmaier (langjährige Bezirksfrauenvorsitzende), Vizebgm.in Eva Hollerer, StR Werner Stöberl, StR KR Prof. Helmut Mayer
  • Foto: SPÖ Krems
  • hochgeladen von Simone Göls

Der Equal Pay Day ist jener Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen gratis arbeiten. Demnach verdienen Frauen in Österreich für die gleiche Arbeit im Schnitt um 19,3 Prozent weniger als Männer, in Niederösterreich sind es 19,1%.

BEZIRK KREMS. "Der Equal Pay Day ist in Niederösterreich heuer am 23.10.2021, was im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung darstellt", klärt Alexandra Koschier von der Frauenberatung Lilith in Krems auf, "trotzdem besteht Handlungsbedarf, weil mangelnde finanzielle Eigenständigkeit von Frauen zu einseitigen Abhängigkeiten führt und somit auch eine strukturelle Nährboden für Gewalt bildet. Lilith leistet mit den Beratungen für Frauen hier ganzjährig effektive Präventivarbeit."

Gehaltsschere klafft weiter

Die Gehaltsschere in Österreich klafft immer noch weit auseinander. „Wir lassen uns nicht abspeisen“ – Unter diesem Motto fordern die SPÖ-Frauen in ganz Österreich ein echtes Investitionspaket für den Herbst. Im Zentrum stehen dabei Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiativen. „Es müssen regionale Angebote und neue Perspektiven für Frauen vor Ort geschaffen werden. Darum geht es jetzt!“ so die Kremser Bezirksfrauenvorsitzende Gemeinderätin Gabriele Mayer aus Krems-Egelsee.

"Es ist zwar um 0,2% mehr als der Bundesschnitt, aber dennoch bei Weitem kein Grund, sich zurückzulehnen. Es ist höchste Zeit für eine feministische Trendwende in unserem Land. Wir können nicht länger warten. Frauen stemmen die Krise. Sie sind die Systemerhalterinnen. Wo bleibt ihr gerechter Lohn?" fragt Mayer.

Ausbilden, umschulen, fair entlohnen!

Wer in einem Beruf arbeitet, in dem Arbeitsplätze verloren gehen, muss die Chance bekommen, umzusteigen. Es muss daher jetzt in Weiterbildung, Umschulung und Qualifizierung investiert werden.

Frauen haben das Recht auf ein Gehalt, von dem sie leben können. Dafür müssen in Branchen wie z.B. dem Handel, dem Tourismus und der Pflege die Gehälter steigen. Auch die Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten müssen dringend verbessert werden.

Die SPÖ-Frauen fordern:

Raus aus der Teilzeitfalle - mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen
Kürzere Vollzeit und Halbe/Halbe in der Familie
höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Branchen mit hohem Frauenanteil
regionale Frauenarbeitsstiftungen
850 Euro für alle Lehrlinge ab dem 1. Lehrjahr
die Meister*innenprüfung soll wie die Matura kostenlos sein
während der Pflegeausbildung soll es ein Gehalt von 1.700 Euro geben
Qualifizierungeld neu: mindestens 70 Prozent des Gehalts
500-Euro-Umstiegsbonus für Arbeitssuchende
Rechtsanspruch auf ganztägigen gratis Kinderbetreuungsplatz

Regionale Unterschiede – Frauenpolitik lohnt sich!

Die Lohnunterschiede sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. In Vorarlberg sind sie mehr als doppelt so hoch wie in Wien. Das zeigt wie wirksam Frauenförderprogramme und ganztägige Kinderbetreuungseinrichtungen sind! Denn Wien ist in vielen Bereichen ein Vorbild. Es gibt keine Ausreden mehr. Frauenpolitik muss endlich in den Mittelpunkt. Damit es gleiche Bedingungen von Westen bis Osten, von Norden bis Süden gibt. Feministinnen sind jetzt am Zug.

Zudem gibt es ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. In Krems-Land sind die Medianeinkommen von Frauen deutlich geringer, der Equal-Pay-Day ist dort deutlich vor dem Landesschnitt (23. Oktober), während er in Krems-Stadt einige Tage später ist, weil das Gehaltsniveau dort etwas besser ist.

Darüber und über die notwendigen Forderungen informierten am 23. Oktober zahlreiche engagierte Frauen und Männer der SPÖ Stadt- und Bezirksorganisation Krems in der Kremser Fußgänger*innenzone.

Equal Pay Day im Bund: 25. Oktober 2021 – Lohnunterschied 19,3 %

Vorarlberg: 27. September 2021 – Lohnunterschied: 26,2 %
Oberösterreich: 9. Oktober 2021 – Lohnunterschied 22,9 %
Tirol: 14. Oktober 2021 – Lohnunterschied 21,6 %
Salzburg: 15. Oktober 2021 – Lohnunterschied 21,2 %
Steiermark: 20. Oktober 2021 – Lohnunterschied 19,8 %
Niederösterreich: 23. Oktober 2021 – Lohnunterschied 19,1 %
Kärnten: 25. Oktober 2021 – Lohnunterschied 18,6 %
Burgenland: 26. Oktober 2021 – Lohnunterschied 18,3 %
Wien: 15. November 2021 – Lohnunterschied 12,8 %

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