Gericht
Rambazamba in Lerchenfelder Lokal

Der Beschuldigte vor Gericht.
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Krems. Der Lokalbesuch eines Paares am 15. September 2019 in Lerchenfeld brachte einen 33-Jährigen jetzt am Kremser Landesgericht vor Richterin Julia Bennersdorfer. Er musste sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten.

Der Abend hatte laut dem Mann mit ein paar Bier mit Arbeitskollegen an einer Tankstelle begonnen. Dann sei er nach Hause und habe mit seiner Freundin etwas gegessen. Zum Essen sei einiges getrunken worden. Dann beschloss man noch auszugehen.

Auf die Frage der Richterin, wie es zu der schweren Körperverletzung mit Serienrippenbrüchen einer anderen Frau vor dem Lokal gekommen sei, erklärt der Beschuldigte den weiteren Verlauf: „Ich bin mit meiner Freundin an einem Tisch gesessen. Dann ging ich aufs WC. Als ich zurückkam, hab ich gesehen, wie eine Frau meiner Freundin eine Watschn versetzt hat. Darauf hat die Frau das Lokal verlassen, ich bin ihr nach und habe ihr einen Stoß von hinten versetzt.“

„Laut Anklage und Aussage des Opfers haben Sie die Frau als sie nach dem Stoß auf dem Boden lag mit Arbeitsschuhen mit Stahlkappe mehrmals getreten“, wird ihm von der Richterin vorgehalten.

„Ich kann mich nicht genau erinnern, ich war stark alkoholisiert“, meinte der Angeklagte. „Ich bin ihr seitlich auf den Hals gestiegen. Aber es waren Freizeitschuhe, getreten habe ich nicht, soweit ich mich erinnere.“

„Komisch, dass Sie sich an vieles erinnern können, aber wenn es brenzlig wird nicht“, wundert sich die Richterin.

Das 35-jährige Opfer gibt als Zeugin an, dass sie im Lokal von der Freundin des Angeklagten grundlos beschimpft wurde. Daraufhin habe sie ihr eine Ohrfeige verpasst und das Lokal verlassen, damit die Lage nicht weiter eskaliere. Der Beschuldigte sei ihr nachgegangen, habe ihr einen Stoß versetzt und dann am Boden auf sie eingetreten. Sie leide noch immer an den Folgen der Rippenbrüche, zwei seien vierfach gebrochen gewesen. Sie sei mehr als eine Woche im Spital gewesen und dann im Krankenstand. Im Krankenstand sei sie gekündigt worden.

Die Opferanwältin forderte 5000 Euro Schmerzensgeld für ihre Mandantin. Der Verteidiger des Beschuldigten fand dies vorerst zu hoch. Der Angeklagte bekannte sich schuldig und stimmte dem Geldbetrag zu.

Die Richterin verurteilte den Unbescholtenen zu 14 Monaten bedingter Haft auf drei Jahre, sowie Kostenersatz und zur Zahlung von 5000 Euro an das Opfer. Als Begründung führte sie aus, dass die Angaben des Opfers glaubhaft seien. Die Staatsanwaltschaft ergriff keine Rechtsmittel, der Beschuldigte nahm drei Tage Bedenkzeit. Nicht rechtskräftig. -Kurt Berger

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