Stift Göttweig in Staub und Rauch

Verletzte, Gerettete, Geschockte: 60 Statisten aus der Umgebung trotzten der Kälte.
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Wo: Benediktinerstift Göttweig, 3511 Furth bei Göttweig auf Karte anzeigen



Das Szenario mutet gespenstisch an - die sich gegen die Dunkelheit abzeichnende Silhouette von Stift Göttweig wird von Blaulicht und von Scheinwerfern grell beleuchtet. Zurufe der Einsatzkräfte von Bundesheer, Feuerwehr, Rettung und Polizei, die sich um Verletzte und Geschockte kümmern, durchbrechen die idyllische Stille. 

Glücklicher Weise handelte es sich lediglich um eine vom Roten Kreuz Krems organisierte Großübung mit gestelltem Szenario. Die jährlich stattfindende Rot Kreuz-Bezirks-Rettungs-Übung soll in erster Linie die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Institutionen im Krisenfall trainieren. Heuer lag der Fokus auf einer engen Kooperation mit den Feuerwehren. Insgesamt 350 Kräfte vom Roten Kreuz, des Notarzthuschraubers Christophorus 2, der Feuerwehren, der Polizei sowie des Bundesheers übten unter Realbedingungen.

Der Annahmefall: Ein Einsturz eines im Zuge der Renovierung beschädigten tragenden Teils der Bausubstanz mitsamt Stromausfall, sowohl in den Innen- als auch Außenbereichen des Benediktinerstifts. Rauch- und Staubentwicklung sowie Ausbruch von Panik (60 Personen wirkten als Darsteller von Bauarbeitern und Besuchern mit) inklusive. Neben der Menschenrettung stellt der Kulturgüterschutz eine besondere Herausforderung dar. Aus diesem Grund war die Abteilung Kulturgüterschutz des Östterreichischen Bundesheers mit eingebunden. „Als Signatarstaat des Haager Abkommens zum Schutz von Kulturgut in bewaffneten Konflikten hat Österreich die Pflicht, im Bundesheer Fachpersonal für den Schutz von Kulturgütern auszubilden“, erzählt Olt. Anna Maria Kaiser, Expertin beim Militärkommando NÖ. Die Liste des Bundesdenkmalamts führt alleine in NÖ 34 schützenswerte Stätten, darunter auch Stift Göttweig und gibt somit ein attraktives Übungsobjekt ab.

Neben der koordinierten Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen wurden die technischen Hilfsmittel auf deren Alltagstauglichkeit getestet; für die Führungskräfte bieten derartige Großübungen die Möglichkeit, die Kommandostruktur zu stärken und einschlägige Führungsverfahren zu überprüfen. Mit in die heurige Übung eingebunden waren auch vier Mönche sowie sechs Mitarbeiter des Benediktinerstifts Göttweig, darunter Pater Clemens Reischl. Ihre Aufgabe lag darin, den Helfern im Ernstfall als Lotsen mit besonderen Ortskenntnissen zur Verfügung zu stehen.

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