Landesgericht Krems
Trennung nicht verkraftet: Frau stalkte Ex und verunreinigte seinen Pkw mit Fäkalien

Geldstrafen für die Beschuldigten.
  • Geldstrafen für die Beschuldigten.
  • Foto: Kurt Berger
  • hochgeladen von Kurt Berger

Nach mehr als 30 Jahren Ehe verschwand der 57-Jährige aus Krems zu seiner neuen Flamme im Bezirk St. Pölten-Land ohne ein Wort zu sagen. Seine 55-jährige Frau hat das bis heute nicht verkraftet. Vor Gericht gab es ein Wiedersehen. Sie musste sich wegen beharrlicher Verfolgung, Sachbeschädigung und Körperverletzung verantworten, der Untreue ebenfalls wegen Körperverletzung an ihr.

Verfolgt

Die Betrogene hatte im Herbst 2020 über längere Zeit versucht Kontakt mit ihrem Mann aufzunehmen, stand vor der Wohnung der Turteltauben, schlich im Stiegenhaus herum und verfolgte ihn mit dem Auto bis zu seinem Arbeitsplatz. Schließlich verunreinigte sie die Windschutzscheibe seines Pkws mit dem Kot ihrer Hunde und Erde.
„Das war nicht lustig, sie hat keine Ruhe gegeben“, sagte er vor Gericht.
„Ich wollte eine Aussprache, ich wollte, dass er den Betrug zugibt. Dazu war er zu feige. Er hat mich betrogen und ich bin vor Gericht angeklagt. Das ist ungerecht“, beklagte sie.
Zu Beschimpfungen und zur Körperverletzung kam es, als sie ihren Mann und die Neue auf einem Parkplatz bei seiner Firma abpasste. Sie sprühte Pfefferspray gegen die Rivalin, er packte seine Ex so fest am Oberarm, dass sie Hämatome davontrug.

Emotional

Die Beschuldigte zeigte sich bei der Befragung vor Gericht derart emotional, dass ihr der Richter mehrmals mit Rausschmiss aus dem Saal drohen musste. Schlussendlich wurde vertagt. Jetzt gab es eine Fortsetzung und ein Urteil. Die Angeklagte, die die Sachbeschädigung am Auto zugab, jedoch die Körperverletzung mittels Pfefferspray bestritt, wurde zu einer Geldstrafe von 1.125 Euro verurteilt. Der Ex muss ihr 150 Euro für die erlittenen Hämatome zahlen. Nicht rechtskräftig. -Kurt Berger

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