Vorbildliche Restaurierung

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Die St. Georgskapelle in Droß wird selbst von den Experten des Landes NÖ als besonderes Baujuwel bezeichnet. Seit 2005 wird in Kooperation mit dem Denkmalschutzamt an der Restaurierung gearbeitet.
DROSS (don). Dem Droßer Bürgermeister DI Andreas Neuwirth liegt die Droßer Schlosskapelle, die dem Hl. Georg gewidmet ist, besonders am Herzen.
„Wir haben eine besondere Verantwortung gegenüber künftigen Generationen, daher muss dieses Kulturdenkmal wieder hergestellt und einer kunsthistorisch interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, meint der Bürgermeister, selbst ausgebildeter Architekt und Denkmalpfleger.

Gemeinde zahlt Großteil der Investitionssumme
Mit hohen Investitionskosten seitens der Gemeinde und dem Land NÖ wurde die Schlosskapelle in den vergangenen fünf Jahren restauriert.
Die Kapelle präsentiert sich heute als einen historisch gewachsenen Bau mit einschiffigem romanischen, innen barockisiertem Langhaus, frühgotischem Chor, der um 1300 gebaut wurde sowie Dachreiter aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Das Gebäude zeichnet sich vor allem durch ihre bedeutende mittelalterliche malerische Ausstattung im Chor aus.
Der Freskenzyklus aus der Zeit um 1300 an den Wänden und im Gewölbe des Chores wurde aufgedeckt und restauriert.
„Die Malerei in al-secco Technik verleiht dem Raum eine außerordentliche vielteilige ornamente und zum Teil flächig-architektonische Gesamtgestaltung,“, erklärt der fachkundige Bürgermeister.
Das ikonographische Programm an den Wänden umfasst unter anderen Szenen aus der Geschichte der Heiligen. Bis zur Errichtung der neuen Kirche im Jahr 1953 diente die Kapelle als Gotteshaus für die Bevölkerung.

Kapelle wird Zentrum der Bevölkerung
„Künftig soll sich die Kapelle als wichtiges Zentrum der Dorfgemeinschaft entwickeln. Auch weiterhin soll es für Trauungen und Taufen sowie als Aufbahrungshalle der Bevölkerung dienen. Kleinere kulturelle Veranstaltungen wie z. B. Kammerkonzerte und Lesungen sollen möglich werden. Der dafür notwendige Nutzungsvertrag mit der Diözese wurde schon 2009 abgeschlossen“, so Neuwirth der sich vorstellen kann, dass kunsthistorisch interessierte Gäste der Georgskapelle den Droßer Tourismus beleben werden.

Schlosskapelle
Kosten und Sanierung: Außenanlagen und Zugangsbereich
2005 5.300 €
Finanzierung
Gemeinde: 2.300 €
Bausteinaktion 2.300 €
Seco-Malerei
2005 Gewölbeflächen 39.000 €
2006 Wandflächen 78.000 €
Finanzierung: 33% Land, 25% Bund, 42% Gemeinde (diverse Spendenaktionen inkludiert
Fassade samt Dach
2009 und 2010 59.900 €
Finanzierung: 33% Land, 25% Bund, 42% Gemeinde

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