Zeitgeschehen delikat interpretiert

Sokol-Witwe Annemarie, Kurator/Direktor Gottfried Gusenbauer
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Drei Wochen nach der Eröffnung der IRONIMUS-Ausstellung wartet das Karikaturmuseum Krems mit einem - aus österreichischer Sicht - nächsten Highlight auf: ‚SOKOL Auslese‘. 

Erich Sokol, der 2003 verstorbene, international renommierte Zeichner, Karikaturist und Medienvisionär ist vor allem durch seine großen farbigen Porträts von Persönlichkeiten des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens bekannt. Egal, ob Siegmund Freud, Bruno Kreisky, Erwin Steinhauer, Paula Wessely, Toni Polster, Herbert Prohaska, Fritz Muliar, Udo Proksch, um nur einen kleinen Teil zu nennen, wurden auf einzigartige Weise karikiert und meist liebevoll demaskiert. 


Vielgefragt in Europa und USA

Bereits als junger Künstler arbeitete Sokol zunächst für die kommunistische Arbeiter Zeitung (AZ), später für Die Presse, die Wiener Bilderwoche, Kronen Zeitung, aber auch für den Stern (Deutschland), der New York Times (USA) und The Sunday Telegraph (GB). Nach einer Ausbildung am Institute of Design in Chicago, wo er Hugh Hefner begegnete, entstand eine langjährige  und durchaus spektakuläre Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Magazin 'Playboy'.


Visonär beim Rundfunk

Für Aufsehen sorgte das Engagement von Erich Sokol als Chefgrafiker beim ORF 1967 zunächst vor allem aufgrund seiner politischen Ausrichtung weit links der Mitte. Doch Sokol verstand es, seine Zeit beim Österreichischen Rundfunk für künstlerische Experimente als kreativer Fotograf und Designer nachhaltig zu nützen. Es entstanden eine neue Bildsprache, lebendige Signations für Sendungen wie Zeit im Bild und das bis heute signifikante ‚ORF-Auge‘. Dank seines Wirkens beim ORF wird Erich Sokol als einer der Wegbereiter für Corporate Design in Österreich gesehen.

Großer Zulauf mit viel Prominenz

Der Andrang zur Ausstellungseröffnung war so groß, dass die Veranstalter für die Einleitung durch die Festredner - Direktor Gottfried Gusenbauer, Schauspieler/Kabarettist Erwin Steinhauer und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner - kurzfristig auf die Kunsthalle ausweichen mussten. Neben Sokol-Witwe Annemarie Krems-Bgm. Reinhard Resch, Vize Erwin Krammer, Stadtrat Günter Herz, NÖ LH a.D. Erwin Pröll, statteten die Schauspielerinnen Dagmar Koller und Erni Mangold sowie Schauspieler Felix Dvorak, um nur einige zu nennen, Krems einen Besuch ab.

Die mehr als 220 Zeichnungen und Karikaturen, darunter auch Werbeaufträge, z.B. für Zentralsparkasse bzw. Do & Co, wurden gemeinsam mit Nachlassverwalterin und Witwe Annemarie Sokol ausgewählt.

IRONIMUS und SOKOL: Chance auf Geschichtsverständnis

Neben dem Reiz, die beiden Karikaturisten IRONIMUS und SOKOL in einem Gebäude vergleichen zu können, bietet sich die Chance, das Zeitgeschehen der letzten fünfzig Jahre aus heutiger Sicht zu interpretieren. Darüber hinaus kann man die Ausstellungen als Empfehlung an Lehrer sehen, ihren Schülern einen wichtigen Einblick und Hintergründe aus kritischer Sicht als Teil ihres Geschichte-Unterrichts zu ermöglichen.

Wo: Karikaturmuseum Krems, Steiner Landstrau00dfe 3, 3500 Krems an der Donau auf Karte anzeigen

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