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KLIMAKRISE: “EUROPASPANGE“ ist völliger Irrwitz

Es droht im Waldviertel die nächste Asphaltschneise mit noch mehr Verkehr, noch mehr Transit und noch mehr Schadstoffen. Stattdessen Vollausbau FJB forcieren.

Eine Autobahn ist in Zeiten der Klimakrise ein völliger Irrwitz. Mit ihr bekämpft man nicht den Stau und Abwanderung, sondern die Umwelt. Man zieht die nächste Asphaltschneise durch das Land (Mühl-, Wald- u. westl. Weinviertel) und überzieht tausende Menschen mit zusätzlichem Lärm und Abgasen. Gleichzeitig wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrs einmal mehr nur „ver“-sprochen – und wieder gebrochen. Das grenzt an Beitragstäter*innenschaft bei der Zerstörung unseres Landes. Anders ist das Fixieren des Landes und der Regionalvertreter*innen an der so genannten "Europaspange" nicht zu verstehen.

Das angebliche Top-Infrastrukturpaket für NÖ ist in Wirklichkeit ein vorgestriger Verkehrs-Flop und eine politische Selbstaufgabe - kein Wort über sanfte Mobilität, kein Wort über die Klimakrise.

Während mit der Europaspange (?) eine weitere Transitstrecke das Waldviertel und den Zentralraum massiv mit Lärm, schlechter Luft und zusätzlichem Verkehr belasten wird, geht beim Schienenausbau in dieser Region kaum etwas weiter. Bei der Franz-Josefs-Bahn herrscht seit dreißig Jahren Stillstand auf dem 150 Jahre alten Kurven-Schienenstrang. So sorgt Niederösterreich dafür, dass der Transit (EU GIGA-Liner) noch stärker auf der Straße statt auf der Schiene landet.

Die Pro FJB schlug Konzepte vor, die kurzfristig umsetzbar sind und 2019/20 eintreten hätten sollen/können. NICHTS!

Hier wird von verantwortungslosen Verkehrspolitiker*innen eine Autobahn errichtet, die die Tierwelt, Land- und Forstwirtschaft massiv betreffen wird. Die Trasse soll die Region so durchschneiden, dass ALLE vier Bezirksstädte eine für sich zufriedenstellende „Anbindung“ haben und so die Bevölkerung und Natur mit Abgasen, Lärm und Staub gefährden. Das ist verantwortungslos.

So weiterzumachen wie bisher, jetzt wieder vorrangig in den Straßenausbau zu zahlen und neuerlich 100te Millionen EURO in das nächste hochrangige Straßenbauprojekt und damit in die Attraktivierung des Autoverkehrs zu investieren, ist mit der überfälligen Klimawende völlig unvereinbar. Stattdessen könnten wir einen großen VOLLAUSBAU der FJB mit Fortschritt in die Zukunft machen, damit endlich viele Waldviertler*innen eine echte Wahlfreiheit und der Klimaschutz eine Chance erhalten. Und die Kosten eines attraktiven 365-Euro-Jahresticket für den öffentlichen Verkehr in ganz NÖ sind vergleichsweise gering.

Klimaschutz kann man nicht mehr auf die lange Bank schieben. Klimaschutz muss jetzt endlich vom Teil der Sonntagsreden zum zentralen Herzstück des politischen Handelns gemacht werden. Die Europaspange ist mit echtem Klimaschutz unvereinbar.

Wer die Verkehrsemissionen nicht verringert, hat keine Chance die Klimaziele zu erreichen. Es braucht dafür eine Mobilitätswende mit einem Vorrang für klimaschonende Verkehrsmittel. Für Kamptalbahn brauchen wir keine „Mini-Abbiege-FJB“ da genügt „Klein-Elektrifizierung“ für bestehende Zubringerstrecke zur Haupt-FJB.

Das Waldviertel musste im Wahlkampf immer als "Infrastrukturelle Negativ-Region" herhalten.
Jetzt kann die Politik anhand unserer Region zeigen, wie wir mit einem Bahnausbau zum "Vorzeigeviertel" werden.

Dazu brauchen wir rasch einen Vollausbau der FJB anstelle einer internationalen Transitautobahn.
An dieser Entscheidung werden wir die Politiker messen!

Eure "Initiative PRO Franz-Josefs-Bahn"

Autor:

Gerald Hohenbichler aus Hollabrunn

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