Crowdfunding: "Ehrliche" Marillen brauchen ein neues Zuhause

Paradiesgartl in Furth
  • Paradiesgartl in Furth
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Doris Necker

FURTH. Ein Crowdfunding-Projekt für nachhaltige Landwirtschaft , das nun auch das Gemeinwohlsiegel erhalten hat, sucht Unterstützer.

"Wir zeigen, dass eine andere Landwirtschaft möglich ist"

Obstbauer Herbert Szyhska kultiviert in seinem Paradiesgartl Wachauer Marillen erster Güte in einem wachsenden Betrieb. Dafür hat er ein eigenes Bewirtschaftungskonzept ohne chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel und ohne Fördergelder entwickelt, das ergibt ein anderes, aber ehrliches Preisniveau.

"Bei geringstem Input (Kuhmist vom BIO Nachbarbetrieb, Steinmehl aus der Steiermark und Mulchmaterial aus der unmittelbaren Umgebung) und niedrigstem Ressourcenverbrauch (Wasser, graue Energie, Kilometer....) erzielen wir einen beachtlichen Ertrag, Bodenschonung und Humusaufbau inklusive", ist Szyhska stolz. "Wir zeigen, dass eine andere Landwirtschaft möglich ist."

Nachhaltige Holzhütte

Das Paradiesgartl in Furth bei Göttweig in der Wachau ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Derzeit bewirtschaftet Szyhska auf rund 2,2 Hektar Fläche knapp 400 Bäume. Eine über 50 Jahre alte "Obstlager- und Gerätehütte" ist am Ende ihrer Lebensdauer. Ein neuer Lagerraum aus Holz tut Not. Im Ausmaß von 8x5 Meter soll es nicht nur für Gerätschaften ausreichend Platz bieten, sondern auch zur Lagerung diverser Kräuter dienen, die zur Behandlung von Boden und Bäumen nötig sind. Alle Verbindungsmittel werden demontierbar ausgeführt.

Am Ende der Lebensdauer soll ein kompletter Rückbau leicht möglich sein. Daher auch kein Betonfundament, denn Szyhska will der nächsten Generation kein Entsorgungsproblem hinterlassen. Finanzierungsschwelle für dieses konsequente Crowdfunding-Projekt liegt bei 13.400 EUR, benötigt werden 21.700 EUR. Als Goodies winken kulinarische Köstlichkeiten aus der Wachauer Marille, für Interessierte gibt es aber auch eine Gartenführung oder sogar einen Baumschnittkurs.

Genossenschaft für Gemeinwohl

Die 2014 gegründete Genossenschaft für Gemeinwohl steht für ethische Finanzdienstleistungen. Sie hat die Crowdfunding-Plattform initiiert und sammelt auch selbst Startkapital für den Aufbau weiterer ethischer Finanzdienstleistungen in Österreich. Alle Menschen, Vereine und Unternehmen mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland und der Schweiz können ab 200 EUR Teil der Genossenschaft werden. Hier geht's zu weiteren Informationen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen