16.03.2017, 11:21 Uhr

100 Jahre Ausnahmezustand: Als Martin Luther rund um den Göttweiger wichtiger als der Papst war

Wann? 01.04.2017 14:00 Uhr

Wo? Pfarrsaal, Furth bei Göttweig AT
Furth bei Göttweig: Pfarrsaal | FURTH. P. Dr. Udo Fischer OSB, Paudorf, 100 Jahre Ausnahmezustand,Als Martin Luther rund um den Göttweiger wichtiger als der Papst war: Samstag, 1. 4., 19.30 Uhr, Pfarrsaal Furth; Freiwillige Spenden

1200 Jahre lang ist unsere Gegend katholisch – mit Ausnahme von mehr als 100 Jahren im 16./17. Jahrhundert. Martin Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 gilt als Beginn der Reformation. Seine Bibelübersetzung und andere Schriften verbreiteten sein Ansehen und seine  Lehre binnen kurzer Zeit äußerst rasch – auch in Niederösterreich, in Göttweig und Umgebung, wo damals das kirchliche Leben blühte. In den Pfarren Mautern und Göttweig gab es 8 (!) Bruderschaften.

Niederösterreichs Adeligen schlugen sich mehrheitlich auf Luthers Seite und mit ihnen ihre Untertanen, aber auch jene von Klöstern. 1535 sollen die ersten Göttweiger Mönche ihrer lutherischen Gesinnung wegen das Kloster verlassen haben. Die Zahl der Eintritte nahm rasch ab, 1556 starb der Konvent aus.
Göttweigs zweiter Gründer, Abt Michael Herrlich, hatte ab 1564 in den beinahe vier Jahrzehnten seiner Regierungszeit größte Probleme, das Stift personell neu aufzustellen, aber auch seine Untertanen um den Berg wieder für die katholische Kirche zu begeistern.

P. Dr. Udo Fischer spricht in diesem sicher sehr interessanten Vortrag über diese turbulente Zeit für Göttweig und seine umliegenden Dörfer.
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