18.10.2016, 09:54 Uhr

Langenlois: Spielt das Klima verrückt?

Klimaveranstaltung im Pfarrsaal Langenlois.

LANGENLOIS (mk) „Spielt das Klima verrückt?“ Auf diese Frage, die sich heutzutage nach Hitzeperioden oder Starkregengüssen, nach heftigen Gewittern oder längeren Trockenperioden so mancher stellt, ging der Langenloiser Wissenschaftler Mag. Klaus Haslinger am Montag, 17. Oktober 2016, im Pfarrsaal Langenlois ein. Eingeladen zu dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung hatte das Katholische Bildungswerk Langenlois.

Was bewirkt die Erwärmung?

Verständlich und nachvollziehbar berichtete Klaus Haslinger vor gut dreißig Zuhörerinnen und Zuhörern über Wetterkapriolen und über den Klimawandel. Nach einem kurzen Rückblick auf die Klimaschwankungen in den vergangenen Jahrtausenden der Erdgeschichte beschäftigte sich der Wissenschaftler mit dem Wettergeschehen in der Gegenwart. Dabei ging er von der wissenschaftlich festgestellten globalen Erwärmung aus – und unterstrich, dass ein Teil dieser Erwärmung auf den erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurückzuführen sei. Der Klimaforscher stellte dieser Erwärmung eine Reihe von verstärkt auftretenden Wetterphänomenen entgegen. Dabei kam er zu der Feststellung, dass die Erwärmung für die vermehrten sommerlichen Hitzewellen verantwortlich sei sowie in Einzelfällen auch für Dürren. Stürme und Hochwässer aber werden nicht davon hervorgerufen - und ob sie die Ursache für Gewitter sei, müsse erst noch weiter untersucht werden.

Komplizierte Materie

In der folgenden Diskussion ging es um einzelne Wetterbeobachtungen, um generelle Eingriffe in die Natur und ihre Auswirkungen sowie um Themen wie das Verhältnis von Umweltschutz und Klimaschutz. Dr. Charlotte Ennser, Leiterin des Katholischen Bildungswerks Langenlois, unterstrich in ihrem Schlusswort, dass sich der Themenbereich Klimawandel in so einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise sehr viel differenzierter und auch viel komplizierter zeige als in manchen Medienberichten. Globale Lösungen scheinen schwierig zu sein - aber auf jedem Fall könne man im eigenen Umfeld so vernünftig leben, dass nicht noch mehr Schaden angerichtet werde.
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Karl Maurer aus Krems | 11.11.2016 | 12:10   Melden
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