03.07.2017, 13:51 Uhr

Das Barfußlaufen ist gesund

(Foto: privat)
Das Barfußlaufen
Das Barfußlaufen ist die natürlichste Art der Fortbewegung und die beste Übung für den Fuß, wenn er noch gesund oder halbwegs gesund ist. In diesen Fällen kann das Barfußlaufen auch als Übung empfohlen werden. Für den schwachen oder gar kranken Fuß ist Barfußlaufen eine Medizin, ein Heilmittel, das genau so dosiert und abgestuft werden muss wie eine Arznei. Eine Überdosierung schwächt den Fuß noch mehr und schadet daher.
Barfußlaufen zu Hause:
Dies ist die einfachste Methode, dem Fuß wieder mehr Platz und natürlichen Bewegungsfreiraum zu lassen, vor allen deswegen, weil der Schuh dem Fuß sehr viel Arbeit beim Gehen abnimmt. Das Barfußgehen zu Hause sollte aber auch nicht übertrieben werden. Die oft harten aber immer geraden Böden überanstrengen den Fuß nach einiger Zeit oft einseitig, daher nicht übertreiben. Fußsohlenbrennen ist das erste Zeichen, dass der Fuß eine Ruhepause braucht.

Barfußlaufen im Sand:
Jeder kennt das schöne Gefühl, im Urlaub einfach die Schuhe ausziehen und im Sand kilometerweit zu spazieren. Doch Vorsicht: durch das Großstadtleben sind die Füße stark geschwächt und geschädigt. Plötzlich müssen sie die hundert- bis tausendfache Leistung vollbringen. Nicht jeder Fuß eignet sich zum Barfußlaufen oder verträgt nicht jeden Sandboden. Der ideale Sandboden ist der feste, aber dennoch federnde nasse Sand, wie man ihn dicht am Wasser findet, wo er noch gelegentlich durch die auslaufenden Wellen überspült wird. Auch hier gilt wieder: die Füße langsam an diese Anstrengung gewöhnen und genau die Reaktion des Körpers auf dieses gymnastische Heilmittel abwarten, das richtige Maß, die Dauer und Intensität entscheiden über die Nützlichkeit oder Schädlichkeit.

Barfußlaufen auf Schotter- oder Waldboden:
Auch hier gilt es, den Fuß an diese vermehrte Leistung allmählich zu gewöhnen, man sollte ihn kurz reizen und ihm dann wieder Ruhe gönnen. Insbesondere die Haut, die durch die ständige Umhüllung durch die Schuhe verweichlicht ist, muss sich erst daran gewöhnen und wird mit der Zeit unempfindlicher. Sehr angenehm nach einer solchen Anstrengung ist ein Fußbad mit anschließendem Einreiben mit Öl oder Fett und ein kräftiges Einmassieren.

Barfußgehen im kalten Bach oder Schnee: "Kneippen"
Dies ist vor allem zum Abhärten oder gegen Zirkulationsstörungen. Voraussetzungen für einen Erfolg sind ebenfalls ein langsames Gewöhnen und ein gutes Herz. Nach dem Kältereiz sollen die Füße durch kräftiges Abreiben oder Laufen im warmen Zimmer wieder warm werden. Wenn es dann so angenehm prickelt und wohlige Wärme eintritt, haben Sie es richtig gemacht.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.