11.01.2018, 10:40 Uhr

Das Geheimnis der Hefe

Die Schüler bedankten sich bei Mag. Gerhard Wailzer, Mag. Egmond Vogel, Mag.a Vera-Maria Prinz und Mag.a Eva Hanzl für die Organisationdes gelungenen Projekttages. (Foto: BORG Krems)

Yummy Yeast Day der 8. Klassen des BORG Krems

Am Mittwoch, dem 10. Januar 2018, verbrachten die 8. Klassen des BORG Krems einen gemeinsamen Projekttag, wobei das Thema Hefe im Mittelpunkt stand. Nach der  theoretischen Einführung, die offenbarte, dass Hefe nicht nur in der Chemie hoch interessant, sondern auch im Alltag ständig präsent und zudem total vielfältig ist, ging es auch schon los.

Die Schüler und Schülerinnen wurden in mehrere Gruppen eingeteilt, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Hefe beschäftigten – als Backtriebmittel in Kuchen und Pizza und als essentieller Bestandteil des Biers. Aus Zeitgründen lief die Herstellung von Kuchen, Pizza und Bier parallel zueinander ab.

Bei der Zubereitung der Pizza war es vor allem wichtig, einen elastischen, homogenen Teig herzustellen. Dazu wurden Mehl, Salz, Wasser und frische Hefe vermischt und geknetet. Anschließend musste der Teig einige Stunden ruhen. Diese Zeit wurde dazu genutzt, sich bei den anderen Arbeitsgruppen umzusehen und sich miteinander auszutauschen. Schließlich konnte der Teig ausgewalzt und nach Belieben belegt werden – natürlich wurde auch die verwendete Tomatensoße selbst hergestellt.

Überraschenderweise brauchte die Pizza nur wenige Minuten im Ofen und konnte daher sofort beim gemeinsamen Mittagessen genossen werden. Neben der Gruppe, die Pizza buk, fand vor allem die „BORGugelhupf“-Gruppe – wie Mag. Gerhard Wailzer sie scherzhaft bezeichnete – großen Anklang bei den Schülern und Schülerinnen. Jedoch stellte sich heraus, dass das Backen eines Kuchens mit Hefe weitaus komplizierter und zeitintensiver ist, als mit herkömmlichen Backmittel. Diesen Aufwand war es aber auf jeden Fall wert, denn das Ergebnis konnte sich wirklich sehen – und vor allem schmecken – lassen.

Von allen laufenden Projekten war jenes des Bierbrauens das mit Abstand zeitaufwendigste und komplizierteste – und auch jenes, mit dem umfassendsten theoretischen Hintergrund. Mag. Gerhard Wailzer und Mag. Egmond Vogel legten besonderen Wert auf dieses Gebiet, da es wesentlich zum chemischen Verständnis beitrug. Deshalb waren alle Schüler und Schülerinnen dazu aufgerufen, zumindest eine kurze Zeit bei dieser Station zu verbringen und sich in die Geheimnisse des Bierbrauens einweihen zu lassen. Sogar ein professioneller Braumeister, Felix Schneider – der auch sämtliche Zutaten gesponsert hatte – war zugegen. Leider dauert die Gärung des Biers weitaus länger, als nur einen Schultag, weshalb das Ergebnis noch nicht verkostet werden konnte.

Unterstützt wurde die Gruppe des Bierbrauens tatkräftig von jener, die sich mit dem Design einer passenden Etikette für den „BORG Pale Ale“ auseinandersetzte. Nach stundenlangem Diskutieren, Beschließen und Wiederverwerfen entstand ein einzigartiges Design, das sich wirklich sehen lassen konnte, ebenso wie das Plakat, das ebenfalls von dieser Gruppe gestaltet wurde und nun im Schulgebäude bewundert werden kann. Um die Visualisierung des Projekts zu ergänzen und bleibende Materialien zu schaffen, wurde zudem eine Power-Point-Präsentation gestaltet, die neben den wichtigsten theoretischen Grundlagen auch zahlreiche Fotos beinhaltet und mit einmaligem Design glänzt.

Eher im Hintergrund fungierte jene Gruppe, die dafür sorgte, dass alle benötigten Geräte und Zutaten auch vorhanden waren und die außerdem dafür sorgte, dass der Tisch beim gemeinsamen Mittagessen liebevoll gedeckt war. Unsere „Heinzelmännchen“ halfen auch sonst wo sie konnten und trugen somit wesentlich zum Gelingen des Unternehmens bei.
Im Zentrum des Projekts stand die praktische Anwendung des anfangs erworbenen Hintergrundwissens, schließlich sollten diese Grundlagen als späterer Teststoff dienen und würden auch bei der bevorstehenden Matura nicht zu kurz kommen.

Das Projekt war somit weitaus mehr, als eine nette Abwechslung im sonst oft eintönigen Schulalttag, es war eine Möglichkeit Wissen so zu vermitteln, dass es auch dauerhaft hängen blieb, außerdem stärkte es das Gemeinschaftsgefühl, da die unterschiedlichen Klassen die Gelegenheit hatten, einander besser kennen zu lernen und miteinander zu arbeiten.

Die 8. Klassen des BORG Krems bedanken sich ganz herzlich bei Mag. Gerhard Wailzer, Mag. Egmond Vogel, Mag.a Vera-Maria Prinz und Mag.a Eva Hanzl für die Organisation und Durchführung dieses gelungenen Projekttages!
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