28.03.2017, 14:17 Uhr

Die "Schatztruhe" eröffnet 2018

Landeshauptmann Erwin Pröll, Architekt Bernhard Marte (2.v.r), Künstl. Direktor Christian Bauer (r.)

Die Stadt Krems wird mit der Errichtung der Landesgalerie NÖ das Kompetenzzentrum für Kunst im Land.

KREMS (don). "Die Grabungsarbeiten für die Landesgalerie Niederösterreich sind abgeschlossen. Im Sommer 2018 soll eröffnet werden", informierte Landeshauptmann Pröll am 21. März bei einer Pressekonferenz zum Kremser Museumsbau. Durch die archäologischen Funde werden keine größeren Verzögerungen erwartet.

Er lobte den Architekten Bernhard Marte für das Gebäude, das die Stadt Krems und die Region mit einem außergewöhnlichen Haus bereichert. Außerdem stellten Experten dem Gebäude ein äußerst positives Zeugnis aus und bestätigten, dass der moderne Museumsbau sich gut mit dem Weltkulturerbe vereinbaren lässt.

"Derzeit können nur vier Prozent der Schätze gezeigt werden, in Summe sind es 60 000 Objekte mit Meisterwerken zeitgenössischer Kunst sowie aus den vergangenen Jahrhunderten, die in der neuen Landesgalerie Niederösterreich auf 3000 Quadradmetern ausreichend Platz finden werden", so Pröll.

Bedeutender Fund
Die Denkmalpflege Niederösterreich ist an den archäologischen Funden äußerst interessiert. Derzeit wird mit einem Team in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt an der Erforschung gearbeitet. Die Uferbefestigung aus rund 400 Pfählen befindet sich in rund fünf Metern Tiefe. Zudem wurden Tongefäße, römische Münzen und ein altes Bootsruder gefunden. Der Landeshauptmann äußerte: "Es handelt sich dabei um einen der bedeutendsten Funde der vergangenen Jahre in Österreich. Ziel ist es auch, diese kulturellen Funde sichtbar zu machen."

Alter Hafen mit Geschichte
Laut dem Experten des Bundesdenkmalamts ermöglichen die Funde völlig neue Erkenntnisse zur Flussschifffahrt auf der Donau im Mittelalter und besitzen weit über die Grenze von Österreich hinausgehende wissenschaftliche Bedeutung. Zwei Fundhölzer konnten bereits auf 1260 bis 1344 datiert werden. Weiter vermuten die Forscher, dass der Hafen über 200 Jahre genutzt wurde und im 15. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde.

Abschließend meinte Pröll, dass Krems mit der Landesgalerie zum Kompetenzzentrum für Kunst in Niederösterreich wird. Für die 35 Millionen Euro, die in den neuen Bau investiert werden, erwartet sich das Land Niederösterreich auch die entsprechende Wertschöpfung.

Die Donauuni Krems erstellte eine Studie. Demnach sollen die derzeit 120 000 Kulturtouristen in Krems nach der Eröffnung 2018 auf 170 000 anwachsen. Außerdem schafft die neue Einrichtung 420 Arbeitsplätze.
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Karl Maurer aus Krems | 28.03.2017 | 22:59   Melden
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