09.10.2014, 15:58 Uhr

Großes Interesse an Mini Med-Vorlesung zum Thema Herzerkrankungen

Prof. Dr. Neunteufl, Mag. Herzog (ORF NÖ), Prof. Dr. Nehrer.
Krems an der Donau: Donau-Universität Krems | Donau-Uni Krems

Mini Med ist Österreichs beliebteste Gesundheits-Vorlesungsreihe für alle, die sich Basiswissen um die Funktionalität von Körper und Geist aneignen möchten.

Am 8. Oktober fand auf dem Campus der Donau-Universität Krems mit dem Vortrag „Interventionelle Kardiologie - Quo vadis?" der Startschuss für das Herbstsemester 2014 statt.

Zur Einleitung zeigt sich Donau-Uni-Rektor Mag. Friedrich Faulhammer von der Idee begeistert, über Gesundheitsthemen in leicht verständlicher Form zu informieren. Seit der Gründung im Jahr 2000 haben 400.000 Menschen mehr als 2.000 Veranstaltungen besucht. Die hervorragende Zusammenarbeit mit den Mini Med-OrganisatorInnen unterstütze das Anliegen der Donau-Universität, „in die Region mit Wissen hineinzuwirken“.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, verantwortlich für die Programmgestaltung der Vortragsreihe, ist überzeugt, dass es gelte, Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung zu priorisieren. Dazu gehöre, richtig zu informieren. Unter diesem Aspekt wird ein Programm angeboten, dass sich um die Themen Herz, Hören und Sehen, Umwelt, Zivilisationskrankheiten (Übergewicht, Diabetes), Nieren, Schlaganfall, Gelenke sowie Psychologie und Psychiatrie dreht. Es gelte, auch Jüngere - stärkste Besuchergruppe ist "50+" - anzusprechen, um das Wissen über erfolgreiche Krankheits-Prävention breiter zu streuen. Prof. Nehrer versteht Universitäten generell als "Ort der Weiterbildung" und freut sich, solcherart Mini Med stellvertretend für die Donau-Uni unterstützen zu dürfen.

Auf den Punkt bringt es KR Michael Pap, stellvertretender Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse: „Wir ruinieren zunächst unsere Gesundheit und hoffen, dass Ärzte und diese zurückgeben können“. Höchstes Anliegen der Krankenkassen sei es, Möglichkeiten und Wissen um Prävention zu verbreiten - so könnten Krankheiten künftig vermieden werden. "Wir unterstützen Mini Med deshalb aktiv, weil jeder wissen soll, wie es um seine Gesundheit steht, was er tun kann, um diese zu erhalten“.

Danach führt Prim. Univ.-Prof. Dr. Thomas Neunteufl, Vorstand der Abt. f. Innere Medizin 1 am Uni-Klinikum Krems die zahlreichen Besucher in die Welt der Interventionellen Kardiologie (Dehnung erkrankter Blutgefäße) ein.

Immer dann, wenn eine Engstelle in den Herzkranzarterien entsteht, kann sich dies folgenschwer auswirken: Schlaganfall, Herzinfarkt, arterielle Verschlusskrankheiten können Folgen sein. Ablagerungen wie z.B. Blutfette, Bindegewebe und Kalk verengen Arterien; Vorbeugung sei möglich durch Bewegung, fettarme Kost und Nichtrauchen. Artherothrombose stellt nicht nur die weltweit häufigste Todesursache dar. Ab 60 bedeutet eine durch Arterienverengung verursachte Erkrankung die Reduktion der Lebenserwartung um bis zu zwölf Jahre. Warnsignale: Schmerzen und Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit, heftiges Schwitzen, Übelkeit.

Prof. Neutnteufl berichtet umfassend über Eingriff- und Behandlungsmethoden ("Bypass", "Stent") bei einer Verengung der Herzkranzgefäße. Den Abschluss des Abends bildet die Beantwortung von Zuhörerfragen seitens Prof. Neunteufl.

Mini Med Homepage
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.