15.11.2016, 11:31 Uhr

Mobilitätsabend in Jaidhof: Gut gefüllte Öffis sind Argumente, dabei zu bleiben

Die Mobilitätsbeauftragten legen die Schwerpunkte für das Jahr 2017 fest. 
Vortragender: Martin Frank (NÖ.Regional)
 (Foto: NÖ.Regional.GmbH/Strummer)

Bemühungen der Gemeinden im öffentlichen Verkehr werden gut angenommen

JAIDHOF. Der zweite Waldviertler Mobilitätsabend im Gasthaus Kargl in Jaidhof stand ganz im Zeichen des Öffentlichen Verkehrs sowie dem Austausch zwischen den Mobilitätsbeauftragten der Gemeinden.

Wie funktioniert die Planung und Finanzierung des öffentlichen Verkehrsangebotes?

Was kann ich als Gemeinde machen, damit meine Bürger, das bestehende Angebot auch dementsprechend nutzen? Diese Fragen wurden durch hochkarätige Experten beantwortet.
Durch den Abend führte Martin Frank vom Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional, die Gemeinden in allen Fragen des öffentlichen Verkehrs berät. Gleich zu Beginn stellte Dr. Roman Klementschitz vom Institut für Verkehrsplanung an der Wiener Universität für Bodenkultur ein Projekt vor, bei dem es im südlichen Waldviertel nachhaltig gelungen ist, mehr Personen für die Nutzung der bestehenden Busverbindungen zu gewinnen. Gelungen ist dies vor allem durch gezielte und direkte Information.

Busse für das Waldviertel

Michael Reinbacher, Planer vom Verkehrsverbund Ostregion (VOR), erläuterte auf spannende Art und Weise, wie das Busangebot im Waldviertel geplant wird und worauf dabei geachtet werden muss. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Finanzierung, weshalb darauf besonders eingegangen wurde.
Schließlich referierte Bgm. Hermann Gruber über den Erfolg des Schnuppertickets in seiner Gemeinde Irnfritz-Messern.
Das Schnupperticket ist eine Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr, welche die Gemeinde ankauft und der Bevölkerung gegen einen kleinen Unkostenbeitrag zur Verfügung stellt. Mittlerweile wird das Ticket so oft und gerne ausgeliehen, dass es bereits annähernd zum Nullsummenspiel für die Gemeinde wird.
Diese Beispiele und die daraus entstehende Diskussion zeigten deutlich, dass die Bemühungen der Gemeinden um eine höhere Auslastung des öffentlichen Verkehrs schließlich in einem besseren Verkehrsangebot münden.

Gefüllter Bus ist gutes Argument für Ausbau der Öffis

Ein gut gefüllter Bus oder Zug ist das beste Argument für den Erhalt oder Ausbau einer Linie oder Haltestelle. Eine sinnvolle Anbindung an Bus und Bahn verbessert als infrastrukturelle Grundversorgung den Standortfaktor einer Gemeinde und bringt konkrete Vorteile mit sich. Abschließend gewichteten die Mobilitätsbeauftragten, welche Schwerpunkte in der Mobilitätsbetreuung gesetzt werden sollten. Das präsentierte Schnupperticket fand hierbei die größte Zustimmung.
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