08.08.2016, 14:13 Uhr

RespekTiere gegen Tierleid: Ein Team macht sich auf, um Straßenhunde zu kastrieren

(Foto: RespekTiere)
"Kastrationsprojekte sind unserer Meinung nach die einzige wirkliche Möglichkeit, der täglichen Tragödie auf Osteuropas Straßen Herr zu werden", ist Tom Putzgruber aus Kammern überzeugt, "jede andere Herangehensweise an die Problematik ist vielmehr eine Symptombekämpfung, welche die eigentliche Ursache aber unangetastet lässt."
Putzgruber von der Tierschutzorganisation RespekTiere veranstaltet deshalb immer wieder derartige Einsätze, vor allem in Bulgarien, Rumänien und in der Slowakei. Besonders das bulgarische Breznik ist im Mittelpunkt unserer Bemühungen; dort fand dieser Tage der mittlerweile 6. diesbezügliche Einsatz statt, mit mittlerweile rund 600 Kastrationen!
RespekTiere wurde dafür -wie bereits für die vorherigen Kastrationsprojekte auch - ein leerstehender Raum in einem Gebäude der hiesigen Stadtgemeinde zur Verfügung gestellt. In diesem richteten die TierschützerInnen einen einfachen, aber funktionellen OP-Raum ein.

Ein Arzt aus Pernik, der nächstgelegenen größeren Ansiedlung, kastrierte an fünf Tagen Straßenhunde, Streunerkatzen, Hunde aus Auffanglagern sowie Hunde und Katzen von Privatpersonen. Auch für diese ist die Operation an ihren Haustieren übrigens völlig kostenfrei; die Allermeisten würden alleine aus finanziellen Gründen ansonsten nie einen solchen Schritt machen und damit aber das Problem prolongieren!
Unterstützt wurde der Veterinär von Studenten der Vet-Med-Uni Sofia und von lokalen Tierschützern aus den umliegenden Gemeinden. Die Stadt Breznik hat RespekTiere übrigens vor drei Jahren für seine Bemühungen mit dem Stadtwappen ausgezeichnet.
Beim heurigen Projekt konnten an vier Tagen insgesamt 85 Hunde und Katzen kastriert werden. Finanziert wird das Projekt vom „Verein RespekTiere“ mit Spendengeldern und über Sponsoren. Es werden auch in Zukunft so oft als möglich Kastrations-Einsätze durchgeführt werden, da dies die einzig wirksame Methode ist, um das Problem der Straßenhunde in den Griff zu bekommen und somit jede Menge künftiges Leid zu verringern.
Besonders schön war es zu beobachten, dass sich viele bei vergangenen Einsätzen bereits operierten Straßenhunde aus der Umgebung an den Tagen nach der Kastrationen immer wieder am Klinikareal einfanden und sich dort füttern und sogar streicheln ließen; und dass, obwohl diese Tiere ja ansonsten in der Regel sehr scheu Menschen gegenüber reagieren! Wenn wundert es, die meisten von ihnen mussten zweifellos schon viele schlechte Erfahrungen mit Menschen machen...

Wenn jemand diese Projekte unterstützen möchten, kann er das mit dem Kauf des Buches „Traurige Gedanken“ von Tom Putzgruber, erschienen im Verlag „Edition Gegensicht“ und mit Spenden an den Verein (Spendenkonto Sparkasse, BIC: SBGSAT2SXXX, IBAN: AT13 2040 4000 0000 2345) tun.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.