31.03.2017, 10:31 Uhr

So genießt auch Ihr Hund den Urlaub am Meer

(Foto: Fessl)

Vasilis Liakas ist Hundefriseur aus Überzeugung, Grieche und Wahl-Waldviertler und gibt Tipps, wie der beste Freund des Menschen Sonne, Sand und Meer glücklich übersteht.

Vasilis Liakas arbeitet in Krumau als Hundefriseur und weiß, worauf Frauchen und Herrchen achten müssen, wenn der Hund mit ans Meer darf. "Unsere 3-jährige Lilly (ein Parson-Terrier) war nun schon den dritten Sommer mit uns in Griechenland", erzählt der Grieche und Wahl-Waldviertler, "die Reise mit dem Hund ist generell für uns alle unproblematisch – aber man muss schon einiges auch bereits im Vorfeld beachten."

Gewöhnungseffekt und Impfungen

Zum einen muss der Hund schon früh genug an eine Transporttasche oder –box angewöhnt werden. Ein Besuch beim Tierarzt vor der Reise ist empfehlenswert. Vergessen Sie nicht auf die Impfungen, die im Hundepass eingetragen werden müssen.

Wasser und Pausen

Im Süden angekommen muss Wasser stets griffbereit sein. Auch legen wir auf der Strecke zwischen Flughafen und Urlaubsort einige Pausen ein.
Wir gehen niemals mit dem Hund in den Mittagsstunden spazieren oder an den Strand, sondern ausschließlich nur am frühen Morgen oder ab dem späten Nachmittag.
"Als Einheimischer suche ich selbst zu dieser Zeit auch nie den Strand auf, sondern halte mich bewusst zuhause oder an schattigen Plätzen auf", erzählt Vasilis Liakas, "nicht nur die Gefahr eines Sonnenbrandes, sondern – noch schlimmer – ein Hitzeschlag könnte die Folge für Ihren Liebling sein."
Besonders die kurzhaarigen, hellen Hunde sind gefährdet, einen Sonnenbrand (Schnauze, Ohren,…) abzubekommen. "Ich würde unbedingt als Vorsichtsmaßnahme eine spezielle Lotion auftragen", rät Liakas.

Hund am Strand erlaubt?

Auch sollte man seinen Hund nur an den Strand mitnehmen, wenn dies in der jeweiligen Urlaubsregion gestattet ist. Touristen fühlen sich oft durch Hunde am Strand gestört.
"Ich kenne natürlich Plätze, die für Touristen meist nicht zu finden sind. Dorthin haben wir unsere Lilly auch schon mitgenommen", berichtet der Hundeliebhaber, "sie war auch schon ein paar Mal im Wasser. Beobachten Sie aber auch Ihren Hund, ob es ihm wirklich Freude macht zu schwimmen. Unserer ist keine Wasserratte!"

Abspülen

Bevor Sie ihren Hund ins Meereswasser lassen, gehen Sie sicher, dass er keine offenen Wunden besitzt, denn das würde Schmerzen bereiten.
Ansonsten ist das Salzwasser für Hunde nicht schädlich, vorausgesetzt, man spült ihn anschließend gründlich mit klarem Wasser ab. Bei Hautekzemen dürfte es sogar heilsam sein- dafür fragen Sie aber besser einen Tierarzt.
Ebenso gilt das für die Pfoten. Sand in Verbindung mit Salz kann wie Schleifpapier wirken. Deshalb immer gut abspülen und auch eventuell die Ballen anschließend mit einem speziellen Balsam eincremen.

Die Augen vor Sandkörnern schützen

Achten Sie auch auf Sandkörner in den Augen! Die sollte man mit einem feuchten Tuch entfernen. Bürsten Sie Ihren Hund öfters, damit Sie auch die Sandkörner vom Fell entfernen können.
Vielerorts gibt es auch bereits Tierärzte. Fragen Sie nach einem „Ktiniatros“!
Geben Sie Acht auf Ihren Freund und genießen Sie einen entspannenden Urlaub!
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