23.05.2017, 16:11 Uhr

Steig ein: Autobahnpolizei achtet auf Drängler

Peter Svehla kontrolliert, wer auf NÖs Autobahnen drängelt. (Foto: Trinkl)
BEZIRK KREMS/NÖ. Irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Brücke steht ein VW-Bus. Und von der Brücke aus beobachten vier Kameras das geschehen auf der Autobahn, die direkt unterhalb verläuft. Einsatz für die Zivilstreife der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Sie sind hier Dränglern und Rasern auf der Spur.

Auf Monitoren im VW Bus leuchtet es grün und rot. "Rot markierte Autos sind zu schnell oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Der Computer speichert die Sünder automatisch", erklärt Bezirksinspektor Peter Svehla der heute mit seinem Kollegen Gottfried Völker Dienst hat. Die beiden müsse alle vom Computer gesichteten Vergehen prüfen und bestätigten. Erst dann wird Anzeige erstattet.

Zu schnell unterwegs
"Zu den heikelsten Abschnitten im Überwachungsgebiet der Autobahnpolizeiinspektion Krems zählen mittlerweile die B 37 zwischen St. Pöltener Brücke und Ausfahrt B 218. Aufgrund des vierspurigen Ausbaus ohne Mitteltrennung, der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde - ausgenommen im Kreuzungsbereich von Gneixendorf - und des zunehmenden Verkehrsaufkommens ereignen sich in diesem Abschnitt vermehrt schwere Verkehrs- und Auffahrunfälle", äußert Chefinspektor und Dienststellenleiter Walter Braunsteiner von der Autobahnpolizeiinspektion Krems.

Als weiteren heiklen Abschnitt nennt Braunsteiner, allerdings nur in der warmen Jahreszeit, die Bundesstraße 3 zwischen Förthof und Spitz. Obwohl zwischenzeitlich sehr viele Unfallhäufungspunkte in diesem Abschnitt durch verschiedene bauliche Maßnahmen entschärft wurden, kommt es trotzdem vermehrt zu Auffahrunfällen und leider auch zu Frontalkollisionen.

Zu den häufigsten Übertretungen im Bereich der Autobahnpolizeiinspektion Krems gehören nach wie vor Geschwindigkeitsüberschreitungen und seit geraumer Zeit das „Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung“.
Eins, zwei, passt!
Aber wie viel Abstand muss man denn nun halten? "Mindestens 0,8 Sekunden zum vorderen Fahrzeug, weniger ist strafbar. Bei weniger als 0,3 Sekunden ist es auch ein Vormerkdelikt, bei 0,2 ist der Führerschein weg", sagt Svehla. Rund 11.500 Drängler erwischt die Truppe mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen pro Jahr in Niederösterreich.

Dabei wäre es gar nicht so schwer, den richtigen Abstand zu halten. "Zwei Sekunden werden empfohlen. Bei 130 km/h wären dies mindestens 36 Meter. Viele Fahrer sind knapper dran als sie glauben."
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Karl Maurer aus Krems | 23.05.2017 | 16:24   Melden
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