31.03.2017, 14:15 Uhr

Wachau-Chefs unterzeichneten Masterplan zur Erhaltung der Welterbe-Region

Landesrat Kalr Wilfing gemeinsam mit den fünfzehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern
WACHAU/STIFT GÖTTWEIG. „Wenn heute in der Wachau gebaut wird, wird Welterbe von morgen gebaut“, erklärte Sybilla Zech vom Büro stadtland, die den Managementplan für das Welterbe Wachau erstellte. Mit diesem Plan wird künftig geregelt, wie der außergewöhnliche Wert der Wachau für kommende Generationen erhalten werden soll.

Die fünfzehn Bürgermeister der Wachau-Gemeinden unterzeichneten am vergangenen Donnerstag den Managementplan im Astift Göttweig. Die Gemeindechefs verpflichten sich damit den Lebens- und Wirtschaftsraum der Region Wachau zu erhalten, zu pflegen und im Sinne der fortbestehenden Landschaft weiterzuentwickeln.

"Wer hier lebt, trägt auch Verantwortung"

„Unsere Aufgabe war es in den vergangenen zwei Jahren mit der Bevölkerung zu arbeiten, um deren Wünsche, Anliegen und Anregungen kennenzulernen. Die Jugend hat ihren Wunsch ganz klar dargelegt, nämlich „schützen durch nützen, damit wir mehr und nicht weniger werden“, informierte Bürgermeister und Obmann des Vereins Welterbe-Gemeinden Wachau, Andreas Nunzer.

„Wer hier lebt, trägt auch Verantwortung. Kommt man von auswärts sieht man die Schönheit. Doch der Status Welterbe muss tagtäglich neu erarbeitet und erhalten werden wie zum Beispiel der Erhalt der Trockenterrassen. Der Dank gehört jenen, die den Plan in den vergangenen Jahren erarbeiteten, um die einzigartige Authentizität und Integrität in der Wachau auch künftig zu erhalten“, lobte Landesrat Karl Wilfing die Verantwortlichen.

"Masterplan" für die Zukunft

Als UNESCO Welterbestätte seit dem Jahr 2000 gibt es eine genaue Definition dafür. Eine davon ist die Terrassenbewirtschaftung des Weins mit den Trockenmauern, die diesem Landstrich ein einzigartiges Aussehen gibt. Der Plan sieht vor, die Menschen, die aktuell in der Wachau wohnen, dabei unterstützen, ihre Weltkulturerbelandschaft mit Freude und Engagement zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Der Wachau Plan setzt auch verstärkt auf Bewusstseinsbildung und Kommunikation in der Wachau – sowohl bei den Bewohnern als auch bei den rund zwei Millionen Gästen jährlich. Er gründet auf bestehenden Gesetzen und rechtsverbindlichen Erlässen ebenso wie auf der freiwilligen Arbeit der Gemeinden und des regionalen Institutionen-Netzwerks aus Naturschutz, Baukultur, Wein- und Obstbau, Tourismus, Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Regionalentwicklung.

Der Masterplan ist die offene und transparente Grundlage für die Bevölkerung und ihre Partner vom Land NÖ und dem Bund, um gemeinsam das Weltkulturerbe Wachau zu erhalten.
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