07.09.2014, 10:54 Uhr

Bauerndemo, Menschenfeindliche Landwirtschaftspolitik.


Gefährliches Gift (GLYPHOSAT) in Ackerböden und Lebensmittel.

Bundeskanzler Faymann hat für die Bio- und Bergbauernlandwirtschaft zusätzliche € 700.000 bei der EU herausverhandelt. Der Landwirtschaftsminister verwendet aber diese Gelder für den Ausbau der industriellen Landwirtschaft, sowie für die Erzeugung von Gas und Etanolsprit. 50 % der Maisanbaufläche werden für Gas und 30 % der Getreidefläche für Etanolsprit verwendet, dafür 600.000 Tonnen glyphosatverseuchter Gensojaschrot zur Fütterung der Tiere importiert, deren Fleisch wir essen. Gesundheitliche Spätfolgen werden ignoriert. Auf den kritischen Brief der EU Kommission über die Zweckentfremdung der Fördergelder wird der Herr Landwirtschaftsminister wohl einige fadenscheinige Argumente zusammenbasteln. Die Supermärkte bekommen viele Millionen an Fördergeld, zugleich wird den Berg- und Biobauern das Geld gekürzt, um wie es Bauernbundpräsident Schultes wörtlich sagt, einen Ran in die Biolandwirtschaft zu verhindern. Es ernähren sich laut seiner Aussage nur 7% der Österreicher biologisch, er aber muß die restlichen 93 % berücksichtigen. Biolandwirtschaft, das Aushängeschild Österreichs für gesunde Ernährung, reduziert die Gewinne der Konzerne wie Raiffeisen, Monsanto und der Pharmaindustrie schmerzlich, denn die Biobauern verwenden kein Gift. Das von der Groslandwirtschaft bei Raiffeisen gekaufte Gift für die chemische Bodenbearbeitung bringt den Konzernen viele Milliarden Euro Gewinne. Verseuchte Felder können nur krankmachende Lebensmittel hervorbringen, welche wissenschaftlich belegt, Krebs, Diabetes, Allergien, Fehl- und Missgeburten und andere Gesundheitsschäden bei Mensch und Tier verursachen. Glyphosat tötet ebenso die für den Erhalt des Humus wichtigen Mikroorganismen im Boden und verseucht das Grundwasser um ein vielfaches des erlaubten Grenzwertes. Die langsame Vernichtung der im Wasser lebenden Organismen, darunter auch Fische scheint die zuständigen Herren im Parlament genauso wenig zu stören, wie daß bei Proben im menschlichen Körper in 18 europäischen Staaten 45% der Untersuchten Glyphosat nachgewiesen wurde. Dazu Schultes, Präsident des Bauernbundes: Wenn wir dieses Gift verbieten, kommt eben ein anderes, dessen Auswirkungen wir nicht kennen.

Ein weiterer Betrug an der Bevölkerung geschieht durch das „AMA Gütesiegel“. Hunderttausend Rinder und 3.2 Millionen Schweine, quer durch Europa gekarrt, werden durch die Schlachtung auf österreichischen Boden zur Qualität aus Österreich. Unter dem Strich steht eines fest: Landwirte, die für den Tank produzieren, bekommen Förderungen und Zusatzprämien, ebenso für die Herstellung vergifteter Lebensmittel, sowie der Zerstörung des Humus in den Ackerböden und die Vergiftung der Gewässer. Bergbauern und Biolandwirten, deren Ziel die Erhaltung der Natur und die Erzeugung giftfreier Lebensmittel ist, werden die Förderungen drastisch reduziert oder gestrichen. Bauernkammerpräsident sagt in einer ORF Sendung: Wenn dieses Gift verboten wird, kommt eben ein anderes, dessen Auswirkung wir noch nicht kennen. Für bestimmte Personen ist eben Geld noch immer wichtiger als die Gesundheit der von ihnen abhängigen Menschen. Wie lange läßt sich die Bevölkerung diese Verantwortungslosigkeit der Politiker, Marionetten der Konzerne, noch bieten? Es ist zu hoffen, daß bei den nächsten Wahlen Menschen mit Verantwortungsbewußtsein ins Parlament kommen, denn es muß endlich klar werden, dass wir nicht die Besitzer der Erde, sondern nur Gäste mit Ablaufdatum sind. Nebenbei sind wir auch verantwortlich für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder.
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