22.09.2010, 00:00 Uhr

Aus für Traismaurer Saurier

Jahrzehntelang war der Dinosaurierpark in Traismauer fix in den Terminplan der Waldviertler Volksschulen eingetragen. Fast jede Klasse lernte im Lauf ihrer Schulzeit den beliebten Freizeitpark in Traismauer kennen.
TRAISMAUER (don). Der Dinosaurierpark steht im Eigentum des Geschäftsführers Danny Bellens. Gefordert werden Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von 1.029.859,33 €, wobei 899.549,46 € Bankenobligi sind.
Als Insolvenzursache werden vor allem saison- und witterungsbedingte Umsatzrückgänge seit 2008 vom Eigentümer genannt.
Die regional zuständige Hausbank hat unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass eine Einigung im Sinne eines Sanierungsplanes mit dem haftenden Geschäftsführer ausgeschlossen wird. Die Stadtgemeinde Traismauer hat zwar Interesse am Fortbestand des Saurierparks, sieht sich jedoch zu einem relevanten finanziellen Beitrag nicht in der Lage.

Sanierungsplan notwendig
Eine Fortführung des Unternehmens ist daher ohne die Perspektive auf einen Sanierungsplan nicht möglich.
Mit Bedauern nimmt die Gemeindeführung von Traismauer die Nachricht von der raschen Schließung des Saurierparks Traismauer zur Kenntnis. „Wir wurden sehr kurzfristig darüber informiert, dass die erste Tagsatzung des Konkursverfahrens des Saurierparks am 14. September voraussichtlich auch gleichzeitig der Tag dessen Schließung sein wird. Dieses rasche Ende ist wohl primär auf die Weigerung der Gläubiger zurückzuführen, einem Fortführungskonzept mit Einbindung des bestehenden Betreibers zuzustimmen. Uns alle macht diese Nachricht betroffen! Nun muss dringend über eine sinnvolle Weiterführung des Parkbetriebes nachgedacht werden, weil ja dafür auch sehr rasch Interessenten gefunden werden müssen“, erklärte Bürgermeister Herbert Pfeffer. „Die totale Einstellung eines Parkbetriebes auf diesem Gelände ist ja bar jeder wirtschaftlichen Vernunft – so müsste der künftige Eigentümer der Liegenschaft aufgrund der geltenden Bescheide das gesamte Saurierpark-Areal binnen einem Kalenderjahr, also spätestens mit Ende 2011, komplett in den Urzustand als Augebiet rückbauen, und zwar unter Beseitigung aller Einbauten und Befestigungen. Dies sieht die naturschutzbehördliche Bewilligung des Saurierparks unmissverständlich vor. Die Stadtgemeinde wird jedenfalls neue Interessenten bei der Fortführung des Parkbetriebes im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützen und wie eine Neuerrichtung mit allen damit verbundenen Effekten der geltenden Wirtschaftsförderung behandeln. Dabei bauen wir auch auf die wirtschaftliche Vernunft der Gläubiger“, erklärt dazu Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner.

Wichtig für Tourismus
STR Dominik Neuhold ergänzt: „Der Saurierpark Traismauer war sowohl für den lokalen Tourismus als auch für das Stadtmarketing unserer Stadtgemeinde ein wichtiger Leitbetrieb. Ein Übernahmekonzept eines neuen Interessenten, das den Bestand dieser Freizeitattraktion weiter sichert, ist daher im Interesse der Stadtgemeinde und würde zusätzlich zur Wirtschaftsförderung auch bei gemeinsamen Tourismus- und Marketinginitiativen unterstützt werden.“
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