10.11.2017, 13:06 Uhr

Parkdeck Krems mit Überdachung und neuer Fassade

Bgm. Reinhard Resch, LR Karl Wilfing, Gerhard Weber (Foto: ÖBB)

Neues Dach und neue Fassade um rund 3,5 Millionen Euro

Im März haben ÖBB, das Land Niederösterreich und die Stadt Krems die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung des Kremser Parkdecks gestartet. Jetzt konnten die Arbeiten wie geplant nach acht Monaten abgeschlossen werden.

Das neue Dach ermöglicht es den Nutzern des öffentlichen Verkehrs nun auch in der obersten Etage witterungsgeschützt zu parken und zum Zug zu gelangen. Durch die neue Fassade erhält das Erscheinungsbild der Park&Ride-Anlage ein optisches Plus und zusätzlich wurde eine energieeffiziente LED-Beleuchtung installiert. Nach Einführung der Zutrittskontrolle wird damit in einem weiteren Schritt die Qualität des Parkdecks noch mehr angehoben. Verkehrslandesrat Karl Wilfing, Bürgermeister Reinhard Resch und Gerhard Weber von den ÖBB haben die offizielle Eröffnung vorgenommen.

Verkehrslandesrat Karl Wilfing: „Mit 38.500 PKW-Stellplätzen haben wir in Niederösterreich mehr Park&Ride-Stellplätze als alle anderen acht Bundesländer zusammen. Gemeinsam mit den ÖBB haben wir erst kürzlich den weiteren Ausbau mit insgesamt rund 3.500 PKW-Stellplätzen beschlossen. Dazu gehört es jedoch auch, den entsprechenden Standard zu bieten, den sich die Pendlerinnen und Pendler zu Recht erwarten. Ich freue mich daher, dass diese Qualität hier am Standort Krems jetzt zur Verfügung steht.“

Bürgermeister Reinhard Resch: „Mit der Erneuerung des ÖBB-Parkdecks wurde eine wichtige verkehrs- und umweltpolitische Maßnahme gesetzt. Die Überdachung bedeutet eine wesentliche Qualitätsverbesserung für alle Pendlerinnen und Pendler, die in Krems auf die Bahn umsteigen. Uns ist es ein Anliegen, noch mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Ein attraktives und komfortables Park&Ride-Angebot ist in dieser Diskussion das beste Argument.“

„Neben dem Ausbau des Schienennetzes und der Modernisierung der Bahnhöfe hat es für die ÖBB hohe Priorität, ein einfaches Umsteigen vom Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen und so die Mobilitätskette zu schließen. Daher forcieren wir gemeinsam mit unseren Partnern, den Ländern und Gemeinden, österreichweit den Neu- und Ausbau von Park&Ride-Anlagen. Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen ihre Wege mit der umweltfreundlichen Bahn zurücklegen“, ergänzt Gerhard Weber von den ÖBB.

Neues Dach und neue Fassade
Um auch das 2. Obergeschoß bzw. die Nutzern der obersten Ebene vor Hitze sowie Schnee und Regen zu schützen, hat das Parkhaus beim Bahnhof Krems an der Donau eine Überdachung bekommen. Die Dachfläche hat eine Größe von ca. 6.200 m², die Eindeckung erfolgte mit einem Trapezblech. Die fertige Dachkonstruktion mit einem Gewicht von ca. 440 Tonnen wird durch Stahlträger, Stützen und außen liegendes Fachwerk stabilisiert.
Im Zuge dieser Tätigkeiten wurde auch die bestehende Fassadenverkleidung abgetragen. Nach der Neubeschichtung der Fassade, der Brüstungen und der Stiegenhäuser – Gesamtfläche rd. 2.800 m² – wurde an der Fassade eine neue Verkleidung und im 1. Obergeschoß ein neuer Berührschutz montiert. Der Berührungsschutz dient dazu, damit niemand in den Gefahrenraum der Oberleitung gelangen kann.

Finanzierung
Die Investitionen für die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung am Parkdeck Krems belaufen sich auf rund 3,5 Mio. Euro, wobei die ÖBB-Infrastruktur AG 50% der Kosten trägt. Das Land Niederösterreich übernimmt 35% und die Gemeinde beteiligt sich mit 15%.
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Karl Maurer aus Krems | 12.11.2017 | 16:27   Melden
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