13.10.2017, 10:27 Uhr

Tagung in Langenlois: „Die Regionalbahnen wie die Kamptalbahn werden immer wichtiger!“

Gruppenbild mit dem Tagungsplakat vor der Gartenbauschule Langenlois.

Um die „Zukunft der Regionalbahn“ ging es am 12. November bei der Regionalbahntagung in Langenlois.

LANGENLOIS (mk) Viele Teilnehmer der 6. Österreichischen Regionalbahntagung, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche stattfand, hatten schon eine Regionalbahnfahrt von Wien über Sigmundsherberg nach Langenlois – eine „ÖBB-Exkursion durchs Kamptal“ – hinter sich, als das Treffen in der Gartenbauschule der Wein- und Gartenstadt begann. Auf dem Programm: Gegenwart und Zukunft der Regionalbahn, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurden – von Politikern und Vertretern der zuständigen Ministerien in Bund und Land, von Verkehrsexperten und Regionalplanern, von Verkehrsmanagern, Touristikern und Umweltschützern.

Nach der Tagungseröffnung mit Hausherrn Franz Fuger, Direktor der Gartenbauschule, Petra Schön von Klimabündnis Österreich, Leopold Groiß, Vizebürgermeister von Langenlois, Robert Thaler, Abteilungsleiter im Bundesministerium „für ein lebenswertes Österreich“, Dr. Thomas Spiegel, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr, und Landesrat Karl Wilfing unterstrich der Verkehrsexperte Dr. Helmuth Moroder am Beispiel des erfolgreichen Ausbaus des Bahnnetzes in Südtirol die Bedeutung der Regionalbahnen heute und zukünftig. Zum Thema „Bahn in der Region“ informierten und diskutierten der Regionalplaner Dr. Peter Görgl, Paul Liebhart vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), Christian Popp vom Land Niederösterreich und der Horner Bürgermeister Jürgen Maier. Klaus Garstenauer und Werner Baltram von der ÖBB sowie Urs Wieser von der Stadler-Rail-Management-AG behandelten in ihrem Gespräch die spannende Frage nach der „Bahn der Zukunft“. „Die Bahn stärkt den Tourismus“ machte schließlich eine Gesprächsrunde deutlich, an der Romain Molitor von Klimaaktiv, Katharina Peherstorfer, von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) und Markus Reisner von Villach-Tourismus teilnahmen.

Insgesamt war die Tagung ein eindrucksvolles Plädoyer für die Regionalbahnen wie etwa die Kamptalbahn, die, wie es hieß, "zukünftig immer wichtiger werden“. Der Protest von einigen Mitgliedern der Initiative „Donauuferbahn“ gegen den Beginn von Abrissarbeiten verpuffte weitgehend aufgrund der Art ihres Auftretens sowie ihrer Wortwahl.

Nach einer Weinverkostung im Langenloiser Ursin-Haus nutzte eine Vielzahl der Teilnehmer genau das Verkehrsmittel, das sie in solchen Fällen selbst gern empfehlen: Sie fuhren mit der Bahn von Langenlois zurück zum Wiener Westbahnhof.
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Karl Maurer aus Krems | 18.10.2017 | 13:17   Melden
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