04.04.2017, 11:00 Uhr

Winzer Krems bringt den Donauriesling neu auf den Markt

Direktor Franz Ehrenleitner, und Ferdinand Regner, Lehr- und Forschungszentrum für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, (2.v.l.) freuen sich mit Andrea Schenter (l.) und Corina Hausleitner über die neue Reb- und Weinsorte Donauriesling (Foto: Winzer Krems)
KREMS. Das Qualitätsweingut Winzer Krems, Sandgrube 13 setzt in Partnerschaft mit der Weinbauschule Klosterneuburg ein geschmackvolles Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit und Sortenvielfalt – mit dem Donauriesling, einer neuen Reb- und Weinsorte für den österreichischen Weinbau.

Der erste Jahrgang des „Donauriesling“ ist ab sofort am Markt und unterstreicht den Status der Winzer Krems als Vorreiter der Branche. Direktor Franz Ehrenleiter und Ferdinand Regner vom Lehr- und Forschungszentrum für Wein- und Obstbau Klosterneuburg präsentierten den jüngsten Botschafter der niederösterreichischen Weinbau-Kunst nun erstmals der Öffentlichkeit.

Donau als Namensgeber

Der Name verrät bereits einen Teil der Abstammung und lässt die
„Rheinriesling-Genetik“ erkennen. Die Rebsorte Donauriesling ist in Österreich seit 2011 zugelassen und seit 2012 nach dem NÖ Weinbaugesetz zum Anbau klassifiziert. Gezüchtet wurde die Rebsorte am Lehr- und Forschungszentrum für Wein- und Obstbau Klosterneuburg.

Echte Nachhaltigkeit

Die Traube hat eine hohe Widerstandskraft und kann daher umweltfreundlicher, nachhaltiger und ökonomischer produziert werden. Regner, unter dessen Leitung die Rebzüchtung erfolgte, ist vom nachhaltigen Ansatz überzeugt: „Weine, die bei gleicher Qualität unsere Umwelt schonen, für deren Produktion weniger CO2 freigesetzt und wenig Wasser verbraucht wird, werden in Zukunft den
Markt beherrschen.“

Eine ideale Rebsorte

Günstig für die Weinqualität ist vor allem die Kleinbeerigkeit, die deutlicher ausgeprägt ist als bei der „Elternsorte“ Rheinriesling. Ähnlich wie dieser hat der Donauriesling einen späten Austrieb - und ist daher länger gegen Spätfrost geschützt. Dazu hat die Sorte nach Herbstniederschlägen eine geringe Neigung zum Platzen der Beeren und verträgt auch Trockenheit sehr gut.

Aufgrund der späten Reife und einer sehr stabilen Säurebildung benötigt der
Donauriesling wirklich gute Lagen beim Anbau – ein Leichtes für den Betrieb mit ihren Winzern und Weingärten an der Donau. Die Sorte wurde bereits 1978 aus den Sorten Rheinriesling und der Zuchtelite Fr 5989-54 gekreuzt, welche in Freiburg aus Seyve Villard 12481 x (Ruländer x Gutedel) geschaffen wurde.

Der Donauriesling 2016

Der Charakter der neuen Weinsorte Donauriesling zeigt sich eindrucksvoll: Zart duftiger Auftakt, blüht im Glas langsam auf und zeigt viele Fruchtfacetten wie Mirabellen, reife Stachelbeeren, Limonen, Rhabarber; kompakt, gut strukturiert, die geschmeidige Säure ist in feinem Fruchtschmelz integriert; für sein mittleres Gewicht beachtlich ausdrucksstark mit schöner Länge.

Direktor Franz Ehrenleitner, Geschäftsführer der Winzer Krems, ist von seinem jüngsten Zuwachs im Weißweinsortiment begeistert: „Mit der neuen Rebsorte sind wir im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen besonders zukunftsorientiert unterwegs. Jetzt freuen wir uns auf die ersten Rückmeldungen unserer Konsumenten.“


Vertrieb und Verkostung

Der Donauriesling ist ab 10. April 2017 im Weinshop der Winzer Krems – Sandgrube 13 erhältlich. Beim Kremstaler Weinfrühling am 29. und 30. April 2017
sind die Weine direkt bei Winzer Krems, Sandgrube 13 zu verkosten.
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