Große Bildergalerie & Video
Der Bezirk Kufstein in Narrenhand – DAS waren die Umzüge

Der "Habeditz" übernahm in Niederndorf die Regentschaft.
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  • Der "Habeditz" übernahm in Niederndorf die Regentschaft.
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Das waren die großen Faschingsumzüge des heurigen Jahres im Bezirk Kufstein. Wir haben eine riesige Bildergalerie für euch zusammengestellt und obendrauf gibt's auch ein Video. Viel Spaß!

BEZIRK (nos/flo/hn/red). Der Höhepunkt im bunten Narrentreiben ging am vergangenen Wochenende im Bezirk über die Bühne. Vom "Dachtei Dachtei" in St. Gertraudi (Reith i A) bis zum "Bussi Bussi" in Niederndorf schallten im ganzen Bezirk die Narrenrufe durch die Dörfer.

"Bussi Bussi" in Niederndorf

(nos) Alle drei Jahre ziehen die Narren, angeführt vom "Habeditz" durch Niederndorf. Der holt sich für den großen Umzug von Bürgermeister Christian Ritzer den Dorfschlüssel ab und übernimmt damit die Regentschaft im Ort. 4.000 zahlende und rund 1.000 weitere Zuschauer ließen sich die 30 Gruppen und Wägen nicht entgehen, von den Kinderbetreuungseinrichtungen bis zu den zahlreichen Vereinen ist das Dorf auf den Beinen, um den bunten Umzug am Faschingssamstag zu gestalten und dem "Habeditz" mit einem lauten "Bussi Bussi" zu huldigen. Aus vielen fantasievollen und putzigen Aufmachungen stachen in Niederndorf besonders zwei Wagen hervor: Eine "Kuhn"-Remeniszenz mit Peitsche schwingendem "Maestro" und die Tourismuswerbung im "Kasperlland", die mit Schlager und Stau für die Schönheit der Unteren Schranne warb. (Fotos aus Niederndorf: Noggler)

In Schwoich gab's narrische Pistengaudi

(hn) Auch in Schwoich treibt der Fasching gnadenlos seinem Höhepunkt zu. Eines der absolutes Highlight ist das berüchtigte Seilrennen des WSV, das alljährlich einen bunten Haufen narrische Wintersportler auf den Hochfeldferner lockt. Im Getümmel von wandelnden Kakteen, fauchenden Katzen, bunten Clowns, alten Weibern und jungen „Tschierliederinnen“ konnte man heuer sogar Karl Lagerfeld selig mit einigen knackigen Musen entdecken… (Fotos aus Schwoich: Nageler)

Riesengaudi in St. Gertraudi

(red) Beim „Gairer Fasching“ im Ortsteil St. Gertraudi der Germeinde Reith im Alpbachtal, sorgten am Faschingssamstag nicht nur der kurzfristige Sonnenschein für gute Laune. Denn die „Gairer“, wie man die Bewohner des 250-Seelen-Ortes rundum nennt, haben etwas mit großen Orten nicht gemeinsam: Im „Gai“ ist der Fasching noch nie ausgefallen. Heuer feierte man bereits das 65-Jahr-Jubiläum. Beim traditionellen Faschingsumzug wurde alles aufgeboten was irgendwie zu fahren ist. An die 20 Wägen und Gruppen waren heuer dabei. Die kleinen Supermans, Piraten, Clowns und Cowboys hatten dabei eben soviel Spaß wie die großen Faschingsnarren in ihren selbst gebauten kuriosen Fahrzeugen. Zu sehen war alles, vom umstrittenen Alpbachtaler Tesla-Ankauf bis zum Seefelder Dopingskandal, von Donald Trumps Mauerbau bis zum Dschungelcamp, von den Feuerwehrweibern bis zur Brauchtumsgruppe und von der „Kuhlen Schule“ bis zur letzten Almkuh, begleitet von einer „deutschen Wanderin mit Hund“. Dazwischen gesellten sich „Stoffelhäusl Faschingsmalkurs“ und viele weitere lokale und überregionale Themen.
Mit dem Faschingsruf „Dachtei, Dachtei“ zog man schließlich ins Feuerwehrhaus zum Kinderfasching und Faschingsparty mit open end. (Fotos aus "Gai": Reiter)

Faschingsumzug in Reith im Alpbachtal

(flo) Genial war auch der große Faschingsumzug in Reith im Alpbachtal, welcher am Sonntagnachtmittag bei strahlenden Sonnenschein vor weit über 1000 Besuchern im Reither Ortszentrum stattfand. Organisiert wurde dieser bereits zum zweiten Mal von den Jungen Reither Wirten (Dorwirt, Cafe Thaler & Stockerwirt), welche sich über zahlreiche prächtige Faschingswagen sowie unzählige Narren freuen konnten. Für besondere Lacher sorgten zwei große Wagen die sich mit dem gescheiterten Käsestollenprojekt im Reither Ortsteil St. Gertraudi befassten, auf einem war sogar zu lesen "Erster mobiler Kas & Felesenkeller - Standort egal weil mobil". Auch der beliebte Tesla des TVB Alpbachtal-Seenland fuhr zur Freude der zahlreichen Zuseher unter anderem mit dem großen Vermerk Jesolo auf. Der beliebte Reither Heimatforscher Martin Reiter war mit der allerletzten Tiroler Almkuh unterwegs und hatte sogar einen 490.000 Euro teuren deutschen Hund dabei. Auch weitere regionale Themen wie etwa der "Campingplatz Hoch Reith - Hygna" oder Ebike Fahrten auf die umliegenden Berge wie dem Gratlspitz wurden unter dem Motto "Strom statt Kondition" ordentlich parodiert. Weiters war auch Donald Trump unter dem Motto "Donald ist in tiefster Trauer, er hat kein Geld für die Mexiko Mauer" zu sehen. Auch prächtig geschmückte Muller aus Vomp, Wattenberg und Volders sowie die Musikkapelle Reith im Alpbachtal und unzählige weitere Wagen waren mit dabei und begeisterten Jung und Alt.

Vierter Rattenberger Nachtfaschingsumzug

(flo) Starker Regen und kalte Temperaturen vermiesten den vierten Nachtfaschingsumzug, welcher am Freitagabend in der Glasstadt Rattenberg stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung in bewährter Weise vom Verein "Rattenberg 2022" rund um Obmann Franz Schwaiger und gegen 19:30 Uhr trafen sich zahlreiche Faschingsnarren beim Rattenberger Westparkplatz. Noch bevor sich der Umzug in Gang setzte begann es sehr stark zu regnen was es besonders für die "Münsterer Ratschenmanda" sowie die Muller aus Schwaz und Vomp, welche extra für den Umzug anreisten schwer machte, wurden doch ihre prächtigen Kostüme völlig durchnässt. Auch die restlichen Narren schützen sich großteils mit Regenschirmen und Regenmänteln. Angeführt wurde der Umzug durch das mittelalterliche Stadtzentrum von der als Schotten verkleideten Stadtmusikkapelle Rattenberg-Radfeld. Danach flüchteten sich die Verkleideten sofort ins Trockene und es wurde in den zahlreichen Rattenberger Lokalen noch bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen weitergefeiert.

Wildschönauer Faschingsumzug in der Niederau

(flo) Trotz des anhaltenden Regens und schlechten Wetters kamen zahlreiche Gäste zum diesjährigen Wildschönauer Faschingsumzug, welcher am Freitagnachmittag im Ortsteil Niederau stattfand. Erstmals wurde dieser heuer nicht vom Fußballverein sondern von der Feuerwehr Niederau organisiert. Angeführt wurde der Umzug, welcher die zahlreichen Teilnehmer vom Hartlhof bis zum Pavillon im Niederauer Ortszentrum führte wie immer von einer Abordnung der Musikkapelle Niederau und das besondere an diesem Faschingsumzug ist es dass jedes Jahr auch zahlreiche regionale Themen aufgegriffen und kreativ dargestellt werden. Besonders die Niederauer Bäurinnen, welche das Tierwohl darstellten und auch zahlreiche Kühe dabei hatten waren ein Hingucker, spielten sie ja sicher damit auf das Urteil bezüglich des Kuhvorfalls auf der Alm an. Die Landjugend Niederau setzte den Banküberfall im Wildschönauer Ortsteil Oberau, welcher im vergangenen November war in Szene und auch hier flüchtete der Täter mit dem Fahrrad. Auch überregionale Themen wie etwa der Brexit wurden vom Theaterverein aufgegriffen und den Abschluss des Umzugs bildete traditionell die Wildschönauer Guggamusig. Von der Jury bestehend aus Bürgermeister Hannes Eder, Abschnittsfeuerwehrkommandant Armin Ungericht, Feuerwehrkommandant Robert Wimmer und Bergbahn Geschäftsführer Ludwig Schäffer wurde der Theaterverein für ihre Darstellung des Brexits mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der Zweite ging an die Landjugend mit dem Oberauer Banküberfall und der Dritte ging an den Niederauer Kindergarten, welcher als "Heidi & Peter mit Ziegenherde" unterwegs war. Danach wurde noch beim Pavillon so richtig gefeiert.
(Alle übrigen Fotos: Haun)

Weitere Impressionen aus Niederndorf von unserem Regionauten Reinhard Thrainer jun. finden Sie hier.

Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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