Ohne Grenzen
"Sacred Concert" der Festspiele Erl bringt geistliche Jazz-Musik zu Ostern
- Am Samstag, den 4. April, erwartete Besucher im Festspielhaus Duke Ellingtons "Sacred Concert".
- Foto: Barbara Fluckinger
- hochgeladen von Barbara Fluckinger
Wenn musikalische Grenzen verschwimmen: Geistliche Jazz-Musik begeistert bei Konzert von Bachchor Salzburg und Big Band der Universität Salzburg am Samstag, den 4. April in Erl.
ERL. Wenn sakrale Chorklänge auf eine Big Band treffen, ist in Erl Ostern – zumindest im Jahr 2026. Die Tiroler Festspiele Erl setzten zum Osterwochenende neben der "Johannes-Passion" und "Parsifal" heuer auch auf Ungewöhnliches.
Bachchor trifft auf Bigband
So stand am Ostersamstag Duke Ellingtons "Sacred Concert" auf dem Programm, ein Konzert für Big Band, Chor, Gesangssolisten und Tänzer. Das Interesse daran war groß – der Konzertsaal im Festspielhaus hatte sich bis zum letzten Platz gefüllt. Auf die Bühne kamen der Bachchor Salzburg und die Big Band der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre Mission: Für einen Abend die Chor- und Big-Band-Klänge zu geistlicher Jazz-Musik zu vereinen – eine Kombination, die wohl auch in Erl Seltenheitswert haben dürfte.
Zu Beginn stellte sich der Bachchor mit "The Fulfillment of Love" des finnischen Komponisten und Pianisten Jukka Linkola vor, begleitet von Saxophonist und Big-Band-Leader Christoph Pepe Auer und der Jazz-Combo. Im Anschluss präsentierte sich die Big Band mit Auers Komposition "Serenity's Harmony".
Grenzenloses "Sacred Concert"
Im gemeinsamen Spiel rund um Duke Ellingtons "Sacred Concert" trafen Kirchenkonzert, Gospel, Lebensfreude und Esprit aufeinander. In der 55-minütigen Session verdeutlichten die Künstler, dass Ostern Freude und Freiheit bedeutet, aber auch ein Vermischen von musikalischen Genres und das Aufbrechen von Grenzen sein kann. Hier trafen Jazz, Gospel und A-Cappella-Passagen aufeinander, vermischt mit Instrumentalsoli und Big-Band-Sätzen.
Sopranistin Karin Bachner überzeugte gesanglich mit ihrer eindrucksvollen Jazz-Stimme, während Stepptänzer Eli Hooker die Füße im Wechselspiel mit dem Schlagzeug fliegen ließ. Christoph Pepe Auer beeindruckte gemeinsam mit seiner Big Band nicht nur mit dem Tenor- und Altsaxophon, sondern zeigte auch sein Können auf der Klarinette. Nebst der Big Band stellte der hervorragende Chor die zweite elementare Säule des Konzertes dar, gestützt von der außergewöhnlichen Leistung des Chorleiters Michael Schneider.
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