Shows und Marsch
1.000 kamen zur Perchten-Demo nach Kufstein

Rund 1.000 Zuseher kamen gegen 14 Uhr zum Fischergries in Kufstein, wo die Perchtengruppe Weiler Pass "auftanzte" - ohne Pyrotechnik.
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  • Rund 1.000 Zuseher kamen gegen 14 Uhr zum Fischergries in Kufstein, wo die Perchtengruppe Weiler Pass "auftanzte" - ohne Pyrotechnik.
  • Foto: Bezirksblatt Kufstein
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"Weiler Pass" lud mit "Team Tirol" zu Demonstration bei Kufstein Arena. Es gab keine Ausschreitungen, aber Übertretungen der Covid-Maßnahmen. Die Behörde prüft nun noch juristisch, inwieweit die Veranstaltung eine Versammlung war.

KUFSTEIN. Es war eine Art Mischung aus Show und Demonstration, die sich am Sonntag, den 5. Dezember in Kufstein beim Fischergries bzw. am Buswendeparkplatz bei der Kufstein Arena abspielte. Gemeinsam mit dem Kirchbichler Brauchtumsverein "Weiler Pass" veranstaltete dort die Gruppe "Team Tirol" ab 14 Uhr eine Versammlung zum Thema „Brauchtumsvernichtung Stop“. Diese war von der Behörde im Vorfeld auf Grund des Versammlungsrechtes trotz Lockdown genehmigt worden. Das Ziel der Veranstalter: gegen ein "Brauchtumsverbot" bzw. "Brauchtumssterben" auftreten. 

1.000 Zuseher am Fischergries

Tatsächlich "aufgetreten" sind dabei am Sonntag zuerst die Perchten der Weiler Pass, die am Fischergries eine Show-Einlage vor dem Demonstrationsmarsch durchführten. Trommeln, Glockenklänge und Herumhüpfen waren Teil des Auftritts – lediglich die Pyrotechnik musste außen vor gelassen werden. Rund 1.000 Zuschauer waren dabei anwesend, darunter viele Familien mit Kindern, die sich die Show ansahen. 
Im Anschluss folgte nach Reden vor der Kufstein Arena ein Demonstrationszug durch die Kufsteiner Innenstadt und wieder zurück zum Fischergries. Bei diesem friedlichen, aber dennoch lautstarken Marsch waren neben einer kleinen Gruppe von Demonstrationsteilnehmer/-innen mit Fahnen an der Spitze des Demo-Zuges noch rund 500 bis 600 weitere Personen dabei. 

Übertretungen nach Covid-Maßnahmen

Nach der Rückkehr zum Fischergries folgten Reden von Kundgebungsteilnehmer/-innen und eines Politikers sowie ein weiterer Auftritt der Perchtengruppe. Das Ende der Veranstaltung war dann um 17 Uhr. Ausschreitungen gab es keine, jedoch kam es zu einigen Übertretungen nach den Covid-Maßnahmen, die an die zuständige Behörde angezeigt werden. Die Polizei musste viele Teilnehmer/-innen auf die Maskenpflicht aufmerksam machen, wobei es hier auch Verwaltungsverfahren dazu gibt. Es kam laut Polizei auch zu einer Pyrotechnikübertretung in Form eines geworfenen Rauchtopfes und eines Bengalenfeuers. 
Ein Gastronomiebetrieb hat darüber hinaus bei der Veranstaltung Ausschank betrieben und dabei gegen die 50-Meter-Regel verstoßen, bei der Getränke usw. nicht im Nahebereich des Betriebes konsumiert werden dürfen.  

Rund 500 bis 600 Teilnehmer/-innen marschierten in einem Demo-Zug durch die Kufsteiner Innenstadt.
  • Rund 500 bis 600 Teilnehmer/-innen marschierten in einem Demo-Zug durch die Kufsteiner Innenstadt.
  • Foto: ZOOM.Tirol
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

BH klärt noch juristisch ab

Während und nach der Veranstaltung wurde auch auf sozialen Netzwerken die Frage danach laut, inwieweit die Veranstaltung überhaupt als Demonstration bzw. Versammlung gelte. Ein Einwand, der den Showauftritten der Perchten geschuldet war und laut Polizei durchaus berechtigt ist.
Es dürfe laut Polizei nicht so sein, dass eine Veranstaltung, die vorab unter dem Namen "Versammlung" angemeldet ist, letztendlich in der Ausführung ein anderes Prozedere habe. "Es gibt einschlägige Judikaturen, die das begrenzen", erklärt Einsatzleiter Chefinspektor Johann Egger vom Bezirkspolizeikommando Kufstein. Das Versammlungsrecht könnte sonst "unendlich" missbraucht werden, räumt Egger ein. In diesem Fall in Kufstein sei es eine Mischung aus Show und Demonstration gewesen. "Die Bezirkshauptmannschaft Kufstein wird noch juristisch abklären, inwieweit wir da eine Veranstaltung gesehen haben, die im Lockdown natürlich so nicht genehmigt worden wäre", erklärt Egger. (bfl)

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