Geschichte
Antike Hochzeitstraditionen beim Kundler Faschingsumzug 1926

Bereits in den 1920er Jahren feierte man in der Gemeinde Kundl den Fasching mit einem großen Umzug.
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  • Bereits in den 1920er Jahren feierte man in der Gemeinde Kundl den Fasching mit einem großen Umzug.
  • Foto: Kundl Seinerzeit/Jakob Mayer
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Aufwendig gebaute Faschingswägen und zahlreiche Narren säumten bereits 1926 die Kundler Straßen zum bunten Faschingstreiben. 

KUNDL (flo). Dass die begeisterten Kundler Faschingsnarren seit 1973 alle drei Jahre einen der größten Umzüge im Unterland auf die Beine stellen ist ja weitum bekannt, aber dass es bereits in den 1920er Jahren ein wildes Faschingstreiben in der heutigen Industriegemeinde gab wussten bis dato die wenigsten.

Faschingsunterhaltung

Vor 95 Jahren traf der Faschingsdienstag wie auch im heurigen Jahr genau auf den 16. Februar und an diesem Tag fand 1926 ein für die damalige Zeit schier unglaublich großer Faschingsumzug mit zahlreichen aufwendigst gebauten Wägen und vielen bunten Narren in der Gemeinde Kundl statt.
Maßgeblicher Mitorganisator war damals sicherlich die "Tiroler Aktienbrauerei Kundl" in deren ehemaligen Betriebsgebäuden sich heutzutage die Sandoz befindet. Neben der Musikkapelle Kundl unter der Leitung des Kapellmeisters Simon Rabl waren auch sämtliche weitere Vereine aus dem Ort an der wie es damals im "Tiroler Anzeiger" zu lesen war "Faschingsunterhaltung" beteiligt. Weiters wirkten auch viele Mitarbeiter der Brauerei laut Erzählungen am großen Erfolg dieser geschichtsträchtigen Veranstaltung mit.

"Antike Heiratsbräuche"

Unter dem Motto "Antike Heiratsbräuche" wurden im Rahmen des Umzugs Hochzeiten aus der Zeit des Kundler Adelsgeschlechts "Kummersbrucker", welche erstmals 1213 in den Geschichtsbüchern Erwähnung fanden, dargestellt. Ebenfalls wurden Hochzeitsbräuche aus der Gründungszeit der Brauerei Kundl im Jahre 1658 aufgeführt wie zahlreiche weitere Hochzeitstraditionen aus damals schon längst vergangenen Zeiten.

Riesen Ansturm 

Mutmaßlich fand die Aufstellung des Umzugs auf dem alten Bahnhofsmagazin statt und führte die Narren entlang der heutigen Doktor-Hans-Bachmann-Straße und der Biochemiestraße an der alten Brauerei vorbei, bis sie schließlich beim Neuwirt in die Dorfstraße abbogen und entlang dieser noch unzähligen Schaulustigen ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Laut dem "Tiroler Anzeiger" gab es damals einen wahren Massenansturm, welcher den Kundler Faschingsumzug aus dem Jahre 1924 nochmals um Häuser übertraf.

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