"ARA4Kids" machte Station in Kufstein

Werner Knausz, Gregor Schlierenzauer und Stefan Hohenauer mit Kufsteiner Volksschülern und deren Mülltrennplakaten.
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KUFSTEIN (nos). Die "Altstoff Recycling Austria AG" (ARA), Österreichs führender Recyclingspezialist für Verpackungen, ist momentan in Sachen Bewusstseinsbildung auf Tour und lud mehrere Klassen der Festungsstädter Volksschulen zum bunten Spiele- und Mülltrennvormittag an den Recyclinghof der Stadtgemeinde. Neben "Tobi dem Trennguruh" war Skispringer Gregor Schlierenzauer der unbestrittene Star des Tages. Er motivierte die Kinder zum weiteren Mülltrennen, bewies sein eigenes Recyclingwissen und nebenbei auch seine Sprungkraft.

ARA-Chef Werner Knausz freute sich über die starke Resonanz und Motivation der Kufsteiner Schüler und stellte fest: "Jeder Tiroler hat im vergangenen Jahr 130 Kilogramm Verpackungsmüll gesammelt und dem Recycling-Kreislauf zugeführt."
Umweltreferent Stefan Hohenauer hatte ein spannendes Sammelergebnis parat: "Bei der heurigen Müllsammelaktion kam erstmals weniger Müll zusammen, als in den Vorjahren, es wird also weniger in die Natur weggeschmissen." Recyclinghof-Leiter Manfred Zöttl, der als Abfallberater die Kufsteiner Volksschulen besucht und über Mülltrennung aufklärt, zeigte sich begeistert vom Engagement der Kinder und der unterhaltsamen "ARA4Kids"-Roadshow.

Mit den Temperaturen steigt im Sommer auch der Getränkekonsum. Dadurch erleben auch die Sammlung und das Recycling von Getränkeverpackungen ihren Höhepunkt. Zumeist wird dafür Polyethylenterephthalat (PET), ein Polyester, verwendet. Das Bewusstsein von Bürgern und Wirtschaft für PET als wertvoller Rohstoff ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. „Österreich liegt im Recycling von PET-Flaschen im internationalen Vergleich weit vorne: Bereits drei von vier PET-Flaschen werden in der getrennten Sammlung erfasst und können dadurch hochwertig recycliert werden“, erklärt ARA-Vorstand Christoph Scharff, „durch neue EU-Vorgaben werden wir dieses Niveau in Zukunft noch steigern."

Wertvolle Rohstoffe

Gleichzeitig entkräftet Scharff den Mythos, dass PET-Flaschen in die Verbrennung kommen, damit der Restmüll besser brennt: „PET-Flaschen sind zu wertvoll für das Feuer. In rohstoffarmen Ländern wie Österreich sind sie für die Industrie ein gesuchter Rohstoff für die Herstellung neuer Produkte. Im Restmüll wären sie verloren.“ Pro Jahr werden rund 25.000 Tonnen PET-Flaschen recycliert und wieder zu neuen Plastikflaschen oder anderen Produkten verarbeitet.

Durch den Einsatz neuer Recyclingverfahren ist es mittlerweile möglich, den hohen Anforderungen an Lebensmittelverpackungen gerecht zu werden und aus gebrauchten Flaschen einwandfrei lebensmitteltaugliches Recyclat für Getränkeverpackungen herzustellen. Derzeit stecken in Getränkeverpackungen aus PET-Material durchschnittlich schon über 30 Prozent PET-Recyclat, in einzelnen Flaschen sogar schon bis zu 100 Prozent.

Getrennt gesammelte Getränkedosen werden ebenfalls erfolgreich recycelt. Die Recyclingquote liegt aktuell bei rund 70 Prozent. Metalle haben den Vorteil, dass sie praktisch unbegrenzt verwertet werden können. Darüber hinaus benötigt man für das Wiederaufschmelzen von Aluminium nur etwa 5 Prozent der Energie, die zur Herstellung der gleichen Menge Primärmaterial erforderlich ist.

Bei Glasflaschen liegt die Recyclingquote bei mehr als 80 Prozent. Glas kann unendlich oft eingeschmolzen werden und zu neuen Glasverpackungen geformt werden. Altglas schmilzt bei niedrigeren Temperaturen als Primärrohstoff, das spart Energie für die Schmelzöfen und trägt damit zur CO2-Reduktion bei.

Hohe Sammelmoral in Österreich

Nach einer aktuellen IMAS-Umfrage unter 500 Konsumenten im Auftrag der ARA sammeln 95 Prozent ihre Plastikflaschen getrennt. Dafür stehen ihnen österreichweit mehr als 270.000 Sammelbehälter zur Verfügung. Über 1,6 Mio. Haushalte sind bereits an das "Gelber Sack"-System angeschlossen – Tendenz steigend.

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