Coronavirus
Bei Teststraßen im Bezirk Kufstein heißt es warten

In Warteposition sind dieser Tage viele Autos in den beiden Teststraßen des Bezirks Kufstein. Ob und wie erweitert werden kann, ist offen. Laut Land evaluiert man "genau". Für die Stadt Kufstein könnte es eine weitere Station geben.
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  • In Warteposition sind dieser Tage viele Autos in den beiden Teststraßen des Bezirks Kufstein. Ob und wie erweitert werden kann, ist offen. Laut Land evaluiert man "genau". Für die Stadt Kufstein könnte es eine weitere Station geben.
  • Foto: Rotes Kreuz Kufstein, Stephan Vitéz
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Die Screeningstraßen im Bezirk sind sehr gut frequentiert, man geht langsam in Richtung Vollauslastung. Wie das Land eine im Raum stehende Erweiterung des Testangebotes bewerkstelligen will, ist noch nicht ganz klar. Die Rettungsdienste sind personell bereits am Limit. Für die Stadt Kufstein könnte es aber künftig eine zusätzliche Teststation geben.

KUFSTEIN (bfl). Wer sich dieser Tage im Bezirk Kufstein testen lassen will, muss mitunter mit Wartezeiten rechnen, denn teilweise sind die Teststraßen ziemlich ausgebucht. So zeigte die Webseite tiroltestet.at dieser Tage bis zu drei Tage im voraus gebuchte, volle Teststraßen in der Festungsstadt an. Das Rote Kreuz und der Samariterbund sind personell bereits am Limit. Besonders drängt sich die Frage auf, was das Land bei einer im Raum stehenden Öffnung der Gastronomie mit einem „Reintesten-Modell“ plant. Die Devise könnte aber auch hier vorerst noch lauten: Erst einmal warten. 

Das Testangebot im Bezirk Kufstein

Grundsätzlich kann man sich im Bezirk Kufstein bei zwei Screeningstraßen in Kufstein und Wörgl, bei rund siebzig niedergelassenen Ärzten und zusätzlich auch noch derzeit acht Apotheken testen lassen. 
Dabei kommt es immer wieder zu Stoßzeiten bei den Screeningstraßen, die von den Mitarbeitern "bestmöglich" abgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang appellieren Land Tirol und der Rettungsdienst an die zu testenden Personen, ihre gebuchten Test-Termine jeweils auch wahrzunehmen. Die Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halte, seien dabei aber auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Volle Kapazität noch nicht ganz erreicht

Derzeit ist eine Kapazität an den beiden Teststraßen in Kufstein und Wörgl von insgesamt 17.260 Antigen-Testungen pro Woche möglich. Erreicht hat man dieses Limit noch nicht ganz, wurden doch zuletzt in der Woche vom 15. bis 21. Februar "nur" 14.750 Personen per Antigentest an den beiden Teststraßen getestet. Pro Stunde können in der Screeningstraße Kufstein derzeit rund 90 Personen per Antigen-Abstrich getestet werden, in der Wörgler Screeningstraße sind es 190. 
Zusätzlich können Antigen-Testungen bei den rund 70 an der Aktion „Tirol testet“ teilnehmenden niedergelassenen Ärzten im Bezirk vorgenommen werden. Seit Beginn der Tests am 19. Dezember ließen sich bei diesen siebzig Ärzten 20.639 Personen im Bezirk Kufstein testen (Stand Mittwoch, 24. Februar).

Erweiterung: Land und Einsatzstab evaluieren

Was die Frage nach einer möglichen Erweiterung des Testangebots angeht, zeigt man sich seitens des Landes noch etwas bedeckt. "Die Kapazitäten der Testangebote in Tirol werden vonseiten des Landes und des Einsatzstabes genau beobachtet und evaluiert, um gegebenenfalls auch das Testangebot nochmals zu erweitern", so das Land gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN. Dahingehend fänden laufend Abstimmungen mit den Teststationen im Bezirk statt. Derzeit gibt es aber auch Abstimmungen seitens des Landes mit der Stadt Kufstein bezüglich einer zusätzlichen Teststation. Man sei darum bemüht, weil es offenbar immer wieder Engpässe gibt, erklärt auch Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel. Ob das letztlich rechtlich möglich sein wird, lasse sich derzeit noch nicht sagen. "Wir sprechen jedenfalls mit Ärzten, die sich bereit erklären würden und haben sicherlich noch formale Hürden mit dem Land zu klären", so Krumschnabel. 

Fünf bis sechs Mitarbeiter des RK sind in an der Screeningstraße in Kufstein im Einsatz, sieben bis acht in Wörgl.
  • Fünf bis sechs Mitarbeiter des RK sind in an der Screeningstraße in Kufstein im Einsatz, sieben bis acht in Wörgl.
  • Foto: Rotes Kreuz Kufstein, Stephan Vitéz
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Das sagen die Rettungsorganisationen

Das Rote Kreuz Kufstein betreibt im Bezirk Kufstein zwei Screeningstandorte, einen in Kufstein und einen in Wörgl. Fünf bis sechs Mitarbeiter sind in Kufstein im Einsatz, sieben bis acht in Wörgl. Was den Rettungsdienst Tirol betrifft, so sind die Personalressourcen weitgehend ausgeschöpft, ein weiterer Ausbau der Teststraßen, die vom Rettungsdienst betrieben werden, daher nur noch eingeschränkt möglich.

"Der Rettungsdienst stellt nach wie vor den gesamten bodengebundenen Notfall- und Krankentransportdienst zuverlässig sicher. Auch in den Teststraßen sind ausgebildete Sanitäter im Dienst. Das uns zur Verfügung stehende ausgebildete rettungsdienstliche Personal können wir nicht innerhalb kurzer Zeit beliebig erweitern. Daher ist das Testangebot, das wir als Rettungsdienst auf unserem qualitativ hohen Niveau zur Verfügung stellen, weitgehend an seine Grenzen gelangt",

heißt es dazu von Seiten des Roten Kreuzes. 
Auch der Samariterbund wirkt bei den täglichen Tests in Wörgl mit. Zusätzlich sind dessen Kräfte auch beim täglichen mobilen Screening eingesetzt. Wo es noch möglich ist, führt man zusätzlich Tests in Firmen durch. Damit ist der Samariterbund, wie das Rote Kreuz, aber personell am Limit. Teilweise sind allein im Bezirk Kufstein bis zu acht Personen im Einsatz.
"Sollten die Testkapazitäten erweitert werden müssen, könnten wir so wie das Rote Kreuz nur darauf hoffen, dass sich Interessenten, die alle Voraussetzungen erfüllen, anstellen lassen", erklärt Gerhard Czappek, Landesgeschäftsführer des Samariterbundes. 

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