Anästhesie und Notfallmedizin
BKH Kufstein stellt neuen Primar vor

Carl Miller (Ärztlicher Direktor (li.) und Gemeindeverbandsobmann Bgm. Rudolf Puecher (re.) mit dem neuen Primar Armin Kalenka.
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  • Carl Miller (Ärztlicher Direktor (li.) und Gemeindeverbandsobmann Bgm. Rudolf Puecher (re.) mit dem neuen Primar Armin Kalenka.
  • Foto: Fotostudio Karg / Christian Haendl
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Armin Kalenka (51) übernimmt ab 1. Jänner 2021 die Abteilung Anästhesie und allgemeine Intensiv- und Notfallmedizin im Kufsteiner Krankenhaus. Das BKH plante bereits vor der Pandemie eine Ausweitung der Intensivmedizin – unter anderem, weil Operationen "schneller" werden.

KUFSTEIN (bfl). Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Kufstein stellte am Donnerstag, den 24. September seinen neuen Primar für die Anästhesie und allgemeine Intensiv- und Notfallmedizin vor. Mit dem 51-jährigen Armin Kalenka aus Deutschland bekommt die Abteilung einen erfahrenen Nachfolger für Wilhelm Furtwängler, der mit Ende September sein Amt abgeben und in den Ruhestand gehen wird. Nach einer dreimonatigen Interimsleitung wird Kalenka dann ab Jänner 2021 die Abteilung übernehmen. 
Zuletzt war der 51-Jährige sieben Jahre lang als Chefarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin im Kreiskrankenhaus (KKH) Bergstraße im deutschen Heppenheim tätig. Kalenka flog bereits in der Vergangenheit gemeinsam mit seiner Frau auf Notarzthubschraubern in der Flugrettung in Tirol – dies "als Hobby", wie der Primar erzählt. Die neue Abteilung in Kufstein will er auf dem bereits von seinem Vorgänger Furtwängler etablierten "state-of-the-art" Niveau und mit dem, was bereits etabliert wurde, weiterführen. Kalenka hat aber auch selbst einige Pläne. "Ich hoffe, dass ich einige Schwerpunkte, die ich aus meiner Vita mitnehmen kann, hier weiter etablieren kann. Mit Sicherheit ist das der Schwerpunkt Akut- und Intensivmedizin", sagt Kalenka. Von Bedeutung ist dies auch hinsichtlich der Covid-19-Pandemie, nachdem Anästhesisten diejenigen sind, die schwer erkrankte Corona-Patienten am meisten intensivmedizinisch behandeln.

Corona hat Loch in Krankenhausbetrieb gerissen

Von März bis Mai musste das BKH Kufstein auf Grund der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns eine drastische Reduzierung bei den Operationen hinnehmen. "Wir haben aber in der Zwischenzeit, das was angestanden ist, aufholen können", erklärt der ärztliche Direktor Carl Miller. Die Krise reißt auch ein großes finanzielles Loch in den Krankenhausbetrieb, dessen Höhe Verwaltungsdirketor Wolfgang Schoner derzeit noch nicht beziffern kann: "Nachdem uns das Land derzeit noch nicht sagen kann, wie groß die Lücke im TGF (Tiroler Gesundheitsfonds, Anmerkung) ist", sagt Schoner. Wie genau dieses "Loch" gestopft werden soll, – ob über die Gemeinden, Land oder Bund – ist noch offen.

Lange geplanter Ausbau der Intensivmedizin 

Man habe die Intensivmedizin im Haus aber schon vor der Corona-Krise ausbauen wollen. "Wir erwarten uns, dass das in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein Bereich ist, der einfach für die Entwicklung unseres Hauses, für die Entwicklung der operativen Fächer, aber auch für die gesamtheitliche Situation maßgeblich ist", sagt Schoner. Dies ist aber nicht der einzige Grund für den Ausbau der Intensivmedizin. "Die Operationszeiten werden kürzer werden", ergänzt dazu Carl Miller. Zudem hat auch das Da-Vinci-Operationssystem, ein roboter-assistiertes Chirurgiesystem, bereits im BHK Kufstein Einzug gehalten. 
Derzeit werden alle Covid-19-Intensivpatienten nach Innsbruck überstellt werden, während alle nicht-intensiv Patienten nach Hall bzw. Innsbruck kommen. Sollten die Zahlen wieder steigen, sei man auch in Kufstein bestens für die Aufnahme von Covid-19-Patienten vorbereitet, erklärt Miller.  

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